Grenzach: Haftbefehl führte zu Flucht im Bahnhof
Am Dienstagmittag kontrollierte eine Streife der Bundespolizei einen 43-jährigen Franzosen in einer Regionalbahn auf der Hochrheinstrecke. Die Beamten sprachen den Mann auf Höhe von Grenzach (Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg) an. Bei der Überprüfung kam schnell heraus, dass ein Haftbefehl gegen ihn vorlag.
Die Geschichte dahinter ist simpel: Ein deutsches Gericht hatte den Mann im Jahr 2024 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro verurteilt. Das Geld zahlte er jedoch nicht. Da er auch die Ersatzstrafe im Gefängnis nicht antrat, schrieben die Behörden ihn Ende letzten Jahres zur Fahndung aus.
Als der Zug am Bahnhof Grenzach hielt und der Mann ausstieg, versuchte er plötzlich zu flüchten. Die Polizisten ließen ihn jedoch nicht entkommen und stellten ihn nach einer kurzen Jagd. Dabei wehrte sich der Verdächtige gegen die Beamten. Schließlich brachten die Einsatzkräfte ihn zum Bundespolizeirevier nach Lörrach.
Dort gab es eine schnelle Lösung für das ursprüngliche Problem: Der Mann beglich die ausstehende Geldstrafe sofort. Trotzdem ist die Sache für ihn nicht erledigt. Da er sich bei der Festnahme gewehrt hat, ermittelt die Bundespolizei nun wegen des Verdachts auf Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.
Ob und inwieweit sich der Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Weil am Rhein – zur Originalmeldung