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Greifswald: Stadtwerke warnen vor Betrug bei Energieversorgerwechsel

Frau schaut skeptisch auf Smartphone und Laptop Foto: wayhomestudio auf Magnific.com

Einige Kunden in Greifswald wurden ohne ihr Wissen zu anderen Energieversorgern umgemeldet. Die Stadtwerke raten nun zur Vorsicht.

In Greifswald (Landkreis Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern) gibt es derzeit Probleme mit unseriösen Stromanbietern. Einige Kunden der Stadtwerke haben plötzlich Briefe von fremden Energieversorgern im Postkasten gehabt, obwohl sie nie einen Wechsel bestellt hatten. In manchen Fällen waren die Namen in den Schreiben sogar falsch geschrieben.

Andere Kunden haben den Betrug erst bemerkt, als die Schlussrechnung ihres alten Versorgers kam. Erst dann wurde klar, dass der Vertrag beendet worden war. Ausgenutzt wird dabei eine Regel der Bundesnetzagentur, der sogenannte 24-Stunden-Lieferantenwechsel. Eigentlich soll dieser Prozess den Wechsel zwischen Anbietern einfacher und schneller machen. Doch Betrüger nutzen diese Lücke nun gezielt aus, um Kunden ohne deren Zustimmung umzumelden.

Die Geschäftsführung der Stadtwerke Greifswald zeigt sich besorgt. Da die Abläufe im Markt so vorgegeben sind, könne man unberechtigte Wechsel im Vorfeld kaum verhindern. Die Stadtwerke betonen, dass ein Wechsel nur mit einer eindeutigen Zustimmung des Kunden legal ist.

Wer ein unerwartetes Begrüßungsschreiben erhält oder vermutet, dass er ohne sein Wissen umgemeldet wurde, soll sich sofort an das Kundenzentrum der Stadtwerke wenden. Die Mitarbeiter dort helfen dabei, den Fall zu prüfen und den ungewollten Wechsel rückgängig zu machen.

Die Stadtwerke wollen die Fälle nicht auf sich beruhen lassen. Sie prüfen nun zivil- und strafrechtliche Schritte gegen die verantwortlichen Unternehmen und deren Vertriebspartner. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Greifswald – zur Originalmeldung

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