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Grafschaft Bentheim und Emsland testen neue Pflege-Modelle

Ab dem 1. September 2026 starten in zwei Landkreisen neue Projekte, um Pflegebedürftige besser zu versorgen und Angehörige zu entlasten.

In der Grafschaft Bentheim (Südwesten von Niedersachsen) und im Emsland wird die Pflege neu gedacht. Am 1. September 2026 starten dort sogenannte „Gemeinsame Modellvorhaben“. Das Ziel ist einfach: Menschen, die Hilfe brauchen, sollen besser betreut werden, und die Familien, die sie pflegen, sollen weniger Stress haben.

Das Ganze funktioniert über ein Netzwerk. Fachkräfte, Angehörige und sogar die Nachbarschaft sollen enger zusammenarbeiten. Damit das klappt, gibt es ein individuelles „Casemanagement“. Das bedeutet, dass Experten die verschiedenen Angebote aus Medizin, Pflege und Sozialdiensten für die Betroffenen koordinieren. So müssen sich die Patienten nicht mehr selbst durch den Papierkram und die verschiedenen Ansprechpartner kämpfen.

Auch die Technik spielt eine Rolle. Eine neue Software soll helfen, die Versorgung besser zu planen und den Informationsfluss zwischen den Ärzten und Pflegediensten zu verbessern. Zudem wird geschaut, wie man Pflege und Beruf besser vereinbaren kann.

Das Land Niedersachsen und die Pflegekassen stecken viel Geld in den Plan. Für die Grafschaft Bentheim sind rund 785.000 Euro vorgesehen, für das Emsland etwa 946.000 Euro. Diese Förderung läuft erst einmal bis Ende 2028, kann aber eventuell bis 2029 verlängert werden.

Die Landräte Uwe Fietzek und Marc-André Burgdorf hoffen, dass viele Menschen davon profitieren. In der Grafschaft Bentheim sind es über 11.000 Pflegebedürftige, im Emsland sind es 25.750. Besonders wichtig ist das für die vielen Menschen, die ohne professionelle Pflegedienste nur durch ihre Familie zu Hause versorgt werden.

Die Idee ist nicht ganz neu. Schon seit 2019 gab es in der Region das Projekt „ReKo“. Die Ergebnisse zeigten damals, dass mehr Menschen beraten wurden und länger in ihrer eigenen Wohnung bleiben konnten. Nun wird dieses Konzept auf eine größere Basis gestellt und wissenschaftlich begleitet. Wenn die Modelle funktionieren, könnten sie später in ganz Niedersachsen zum Standard werden.

Quelle: Landkreis Grafschaft Bentheim – zur Originalmeldung

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