Grafenau: Achtklässler testen Handwerksberufe beim Aktionstag
In Grafenau (Landkreis Freyung-Grafenau, Bayern) stand für die Schüler der 8. Klasse der Praxis im Vordergrund. Die Realschule und das Regionalmanagement organisierten einen Tag des Handwerks, bei dem etwa 80 Jugendliche die Chance hatten, verschiedene Berufe direkt auszuprobieren.
Statt langer Vorträge gab es Stationen zum Mitmachen. Die Schüler lernten unter anderem, wie man Hörsysteme anpasst oder wie man Holz und Metall präzise bearbeitet. Auch das Friseurhandwerk, die Schneiderei sowie Zimmerei und Schreinerei waren vertreten. Die Jugendlichen konnten einfache Näharbeiten erledigen oder Werkstücke mit Hammer und Geschick im Metallbau herstellen.
Für die Schule und das Regionalmanagement ist dieser direkte Kontakt wichtig. Konrektor Rainer Andorfer erklärte, dass Berufsorientierung am besten funktioniert, wenn die jungen Menschen selbst aktiv werden. So könnten sie Talente entdecken, die ihnen vorher nicht bewusst waren. Chiara Löw vom Regionalmanagement betonte zudem, dass die Betriebe in der Region gute Zukunftsperspektiven bieten und die Jugendlichen so frühzeitig auf Ausbildungen vor der Haustür aufmerksam gemacht werden sollen.
Auch bei den Schülern kam die Aktion gut an. Der 14-jährige Johannes erzählte, dass ihm besonders die Genauigkeit bei der Arbeit mit Holz und Metall Spaß gemacht habe. Er könne sich nun vorstellen, später selbst einen handwerklichen Beruf zu erlernen.
Das Projekt wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Es soll dabei helfen, langfristig mehr Fachkräfte für die regionale Wirtschaft zu gewinnen.