Grabow prüft Barrierefreiheit der städtischen Website
Die Stadt Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern) möchte ihre Website www.grabow.de für alle Bürger zugänglich machen. In einer aktuellen Prüfung wurde geschaut, ob die Seite den gesetzlichen Regeln zur digitalen Barrierefreiheit entspricht. Das Ergebnis ist gemischt: Die Seite ist nur teilweise mit den Anforderungen vereinbar.
Besonders problematisch sind alte PDF-Dokumente. Vielen dieser Dateien fehlen wichtige Strukturen oder Texte, die Blinde oder Sehbehinderte benötigen, um die Inhalte mit einer Software vorlesen zu lassen. Die Stadt sagt dazu, dass es zu viel Aufwand wäre, alle alten Dokumente nachträglich zu überarbeiten. Neue Dateien sollen jedoch so gut wie möglich barrierefrei erstellt werden.
Auch bei den Online-Formularen gibt es Probleme. Manchmal sind die Beschriftungen nicht eindeutig oder Fehlermeldungen sind schwer zu verstehen. Zudem gibt es Schwierigkeiten bei der technischen Struktur der Seiten, was die Navigation mit Hilfsmitteln erschwert. Da die Stadt auch Inhalte von anderen Anbietern, wie zum Beispiel Videos, einbindet, hat sie auf deren Gestaltung nur wenig Einfluss.
Um die Nutzung trotzdem zu erleichtern, gibt es bereits eine Werkzeugleiste. Damit können Nutzer die Schriftgröße, die Kontraste oder die Zeilenhöhe anpassen. Es gibt zudem eine Leseansicht und eine Sprachauswahl.
Wer Fehler auf der Website findet oder Fragen hat, kann sich direkt an die Bürgermeisterin der Stadt Grabow wenden. Die Adresse ist Am Markt 1 in 19300 Grabow, erreichbar unter der Telefonnummer 038756 503-0 oder per E-Mail an [email protected].
Sollte die Stadt auf eine Beschwerde nicht innerhalb von sechs Wochen reagieren oder die Lösung nicht zufriedenstellend sein, gibt es eine weitere Möglichkeit. Die Nutzer können sich an die Überwachungsstelle für digitale Barrierefreiheit in Mecklenburg-Vorpommern wenden. Dieses Verfahren ist kostenlos und erfordert keinen Anwalt.
Quelle: Brunow – zur Originalmeldung