Gotha: Sechs Wildunfälle innerhalb weniger Stunden
Gestern Abend war es auf den Straßen rund um Gotha (Thüringen) gefährlich für Autofahrer. Zwischen 21.50 Uhr und 23.40 Uhr passierte eine Serie von Unfällen. Insgesamt sechsmal kollidierten Pkw mit Wildtieren.
Die Tiere querten plötzlich die Fahrbahn, sodass die Fahrer keine Chance mehr hatten auszuweichen. Besonders in Tonna, Emleben, Stadtilm und Großbreitenbach kam es zu diesen Zusammenstößen. Bei allen beteiligten Autos entstanden Sachschäden.
Die Polizei warnt nun vor ähnlichen Vorfällen. Wer auf der Straße unterwegs ist, sollte auf Warnschilder achten und das Tempo an die Sichtverhältnisse anpassen. Besonders wichtig: Wenn ein Tier die Straße überquert, folgen oft weitere. Wer Fernlicht benutzt, kann die Tiere zudem so irritieren, dass sie wie erstarrt auf der Fahrbahn stehen bleiben. In diesem Fall sollte man lieber das Fernlicht ausschalten, bremsen und hupen.
Falls es doch zum Unfall kommt, muss die Stelle zuerst gesichert werden. Das geht zum Beispiel mit der Warnblinkanlage und dem Warndreieck. Danach muss die Polizei oder der zuständige Jäger informiert werden. Für die Versicherung ist eine Wildunfallbescheinigung wichtig, die gegen eine Gebühr ausgestellt wird. Die Polizei rät zudem dazu, die Schäden am Auto und die Spuren auf der Straße zu fotografieren. Ein totes Tier darf unter keinen Umständen mitgenommen werden.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.