Glücksburg: Rentnerin verliert Goldmünzen bei Schockanruf
Es begann am frühen Abend des 3. September 2026 mit einem Telefonanruf. Eine Frau meldete sich bei einer 89-jährigen Bewohnerin von Glücksburg (Schleswig-Holstein). Mit weinerlicher Stimme behauptete die Anruferin, sie sei die Enkelin der Rentnerin und habe jemanden totgefahren.
Dann übernahm ein Mann das Gespräch. Er gab sich als Polizist aus und setzte die Seniorin massiv unter Druck. Er behauptete, man könne die Enkelin nur vor dem Gefängnis retten, wenn sofort Geld gezahlt werde. In der Panik gab die Frau nach. Gegen 19:45 Uhr öffnete sie ihre Haustür und übergab einem dort wartenden Mann Goldmünzen in einem beigen Stoffbeutel. Der Wert der Münzen liegt im mittleren fünfstelligen Bereich.
Kurz nach der Übergabe bemerkte die Frau, dass sie betrogen worden war. Sie rief sofort die Polizei. Die Beamten suchten den Ort ab und starteten eine Fahndung, doch die Täter waren bereits verschwunden.
Die Kriminalpolizei sucht nun nach Zeugen. Gesucht wird ein schlanker Mann, etwa 170 bis 175 cm groß. Er trug eine schwarze Jacke mit Kapuze, eine dunkle Schirmmütze und eine Jeans. Er hatte keinen Bart. Die Ermittler wollen wissen, ob der Mann in ein Auto gestiegen ist und in welche Richtung er geflohen ist. Zudem wird geprüft, ob die Rentnerin bereits im Vorfeld beobachtet wurde.
Die Polizei warnt vor dieser Masche. Wer solche Anrufe bekommt, soll sofort auflegen und den Notruf wählen. Die Beamten betonen: Die Polizei wird niemals am Telefon nach Geld fragen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.