Glasfaserausbau in Schlangen: So geht es jetzt weiter
Viele Menschen in Schlangen (Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen) wünschen sich ein schnelleres und stabileres Internet durch Glasfaser. Bisher war das Interesse für einen rein privaten Ausbau durch Firmen jedoch nicht groß genug. Zwar haben sich verschiedene Anbieter in der Kommune vorgestellt, aber ein echter Fortschritt blieb aus.
Besonders problematisch ist die Situation bei den Vor-Verträgen mit der Firma Sewikom. Viele Bürger haben diese unterschrieben, doch aus Sicht der Bewohner ist seitdem nichts passiert. Die Gemeinde gibt nun einen wichtigen Hinweis zum Rechtlichen: Das Bundesverfassungsgericht hat Anfang des Jahres entschieden, dass solche Verträge bereits mit der Unterschrift gelten. Wer jedoch schon vor zwei Jahren oder länger unterschrieben hat, kann sich zwar an den Vertrag halten, muss es aber nicht mehr.
Wer seinen Vertrag kündigen möchte, kann dafür einen Musterbrief der Verbraucherzentrale nutzen. Dort finden sich auch Antworten auf weitere häufige Fragen zum Glasfaser-Anschluss.
Für die Ortsteile Kohlstädt sowie Oesterholz und Haustenbeck gibt es neue Entwicklungen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 9. Juli beschlossen, an der sogenannten „Graue-Flecken-Förderung“ teilzunehmen. Diese Maßnahme wird vom Kreis Lippe koordiniert. Die Gemeinde wird dafür einen Eigenanteil von rund 140.000 Euro übernehmen.
Auch für den Ortsteil Schlangen selbst laufen derzeit wieder Gespräche, um eine Versorgung mit Glasfaser zu ermöglichen. Bürgermeister Marcus Püster hat diese Verhandlungen erneut angestoßen.
Quelle: Schlangen – zur Originalmeldung