Gilserberg lässt Grabsteine für Online-Datenbank fotografieren
Die Gemeindeverwaltung in Gilserberg (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen) hat eine besondere Erlaubnis erteilt. Der Verein für Computergenealogie e.V. darf nun auf den Friedhöfen der Gemeinde Grabsteine fotografieren. Diese Aufnahmen werden dauerhaft und öffentlich zugänglich gemacht.
Der Verein arbeitet ehrenamtlich und verfolgt gemeinnützige Ziele. Es geht vor allem um die wissenschaftliche Forschung und die Familienkunde. Die Mitglieder wollen so die Ortsgeschichte bewahren und die Kultur- und Namensforschung vorantreiben. Dabei schauen sie sich auch an, wie sich der Stil der Grabdenkmäler über die Jahre verändert hat und wie die heutige Bestattungskultur aussieht.
Alle gesammelten Daten fließen in eine Online-Datenbank. Diese ist unter der Adresse https://grabsteine.genealogy.net zu finden und kann von jedem kostenlos genutzt werden. So können Menschen leichter Informationen über ihre Vorfahren oder die Heimatkunde finden.
Die Gemeinde hat jedoch klare Regeln für die Arbeit auf den Friedhöfen aufgestellt. Die Erfassung gilt nur für verstorbene Menschen. Bei Menschen, die erst vor kurzem gestorben sind, können die Lebensdaten zeitlich gesperrt werden, um die Privatsphäre zu schützen. Zudem wurde vereinbart, dass die Fotos respektvoll und taktvoll gemacht werden. Kommerzielle Absichten gibt es nicht.
Quelle: Gilserberg – zur Originalmeldung