Gießen: Viertklässler kontrollieren Autofahrer bei Geschwindigkeitsmessung
Heute Morgen (18. August) war es in Gießen (Hessen) in der Nähe der Grundschule Cyriaxweimar unruhig auf der Straße. 20 Schülerinnen und Schüler aus der vierten Klasse haben dort gemeinsam mit dem Regionalen Verkehrsdienst Marburg-Biedenkopf die Geschwindigkeit der Autos überprüft. Die Aktion heißt "Blitz für Kids" und wird vom ADAC unterstützt. Traditionell findet diese Kontrolle immer zum Start des neuen Schuljahres statt.
Die Kinder hatten dabei eine wichtige Aufgabe. Nachdem die Polizei die Geschwindigkeit gemessen hatte, sprachen die Schüler die Fahrer direkt an. Wer sich an die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h hielt, bekam eine grüne Karte und ein Lob von den Kindern. Das sorgte bei vielen Autofahrern für ein Lächeln.
Wer jedoch zu schnell gefahren war, musste eine gelbe Karte einstecken. Die Kinder erklärten den Fahrern dann, warum man gerade an Schulen besonders vorsichtig sein muss. Kinder können Entfernungen und Tempo oft noch nicht so gut einschätzen wie Erwachsene und reagieren im Straßenverkehr anders. Deshalb ist es wichtig, dass die Fahrer hier besonders aufmerksam sind.
Insgesamt kontrollierten die Beamten 33 Fahrzeuge. Bei 29 Fahrern passte die Geschwindigkeit, sodass sie die grüne Karte bekamen. Vier Menschen waren zu schnell unterwegs. Die Polizei hat diese Verstöße dokumentiert und die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet.
An der Aktion nahmen neben den Kindern, dem Schulleiter und der Klassenlehrerin auch hochrangige Beamte teil. Unter anderem waren die Leiter der Abteilung Einsatz, der Direktion Verkehrssicherheit, der Regionalen Kriminalinspektion und der Verkehrsinspektion vor Ort. Zudem waren Landrat Jens Womelsdorf und Stadträtin Kirsten Dinnebier dabei.
Die Polizei erinnert nun alle Autofahrer daran, dass sie besonders auf Schulwegen vorausschauend fahren müssen. Die Kinder sind auf die Rücksichtnahme der Erwachsenen angewiesen, um sicher zur Schule und wieder nach Hause zu kommen.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle – zur Originalmeldung