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Gießen: Polizei jagt E-Roller-Fahrer in Aktionswoche

Die Polizei hat in Gießen und Umgebung hunderte E-Scooter kontrolliert. Dabei landeten mehrere Fahrer auf der Wache und zehn Kinder verloren vorerst ihre Roller.

Die Polizei hat in der vergangenen Woche eine große Jagd auf E-Roller-Fahrer gestartet. In Gießen (Hessen) sowie im Lahn-Dill-Kreis, der Wetterau und im Landkreis Marburg-Biedenkopf wurden die Beamten aktiv. Besonders in den Innenstädten und in der Nähe von Schulen hielten sie die Fahrer an.

Insgesamt stoppten die Polizisten 342 E-Roller. Sie prüften, ob die Fahrzeuge technisch in Ordnung waren, ob sie manipuliert wurden und ob eine gültige Zulassung vorlag. Auch das Alter der Fahrer war ein wichtiger Punkt.

Oft passierte das Gleiche: Leute fuhren zu zweit auf einem Roller, starrten während der Fahrt aufs Handy oder knatterten über Gehwege und durch Fußgängerzonen. In zehn Fällen waren die Fahrer noch keine 14 Jahre alt. Die Polizei beendete die Fahrt dieser Kinder sofort. Die Roller wurden sichergestellt und erst an die Eltern übergeben, als diese sie abholten.

Zwei Menschen mussten sogar mit auf die Wache. Die Beamten hatten den Verdacht, dass die beiden Drogen konsumiert hatten. Ein Arzt nahm ihnen daraufhin Blut ab. Wer unter Drogen fährt oder keine Versicherung hat, macht sich strafbar.

Die Bilanz der Aktionswoche ist deutlich: Die Polizei schrieb 19 Strafanzeigen und leitete 21 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein. Wer nur kleine Fehler machte, musste direkt vor Ort bezahlen. So wurden über 1.200 Euro an Verwarngeld eingezogen.

Neben den Strafen setzten die Beamten auf Aufklärung. Sie sprachen mit den Fahrern über die Gefahren und mahnten zu mehr Rücksicht im Verkehr. Die Polizei erinnert daran, dass man erst ab 14 Jahren fahren darf, nur alleine auf dem Roller stehen darf und eine Versicherung braucht.

Ob und inwieweit sich die Verdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle – zur Originalmeldung

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