Gießen: Mann nach Hilfeversuch brutal zusammengeschlagen
Alles begann am 15. Juli gegen 22 Uhr am Lindenplatz in Gießen (Hessen). Ein 36-jähriger Mann beobachtete dort, wie sich zwei Männer heftig stritten. Plötzlich schlug einer der Männer seinem Bekannten mitten ins Gesicht. Der Angegriffene verlor das Gleichgewicht und stürzte. Der 36-Jährige griff ein, stellte sich zwischen die beiden und kümmerte sich um den Verletzten. Er sprach den Angreifer direkt auf sein Verhalten an.
Der Angreifer reagierte nicht auf das Gespräch, sondern flüchtete zu Fuß in Richtung Marktlaubenstraße. Der 36-Jährige wollte die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Er bat Umstehende, die Polizei zu rufen, und folgte dem Mann über die Marktlaubenstraße und die Lindengasse bis zum Brandplatz und dem Landgraf-Philipp-Platz (Höhe Hausnummer 12).
Dort traf der erste Täter auf zwei weitere Männer, die wohl im Vorfeld gerufen worden waren. Die Situation eskalierte schnell. Mindestens zwei der drei Männer griffen den 36-Jährigen an. Sie schlugen und traten ihn mehrfach. Der Mann wurde verletzt und musste anschließend medizinisch versorgt werden. Erst als ein Zeuge auf die Schlägerei aufmerksam wurde, rannten die drei Täter davon.
Die Polizei konnte den Mann vom Lindenplatz später ausfindig machen. Dieser zeigte sich jedoch aggressiv und wollte nicht mit den Beamten zusammenarbeiten. Er weigerte sich strikt, einen Strafantrag zu stellen.
Gesucht wird nun der erste Täter: Er ist etwa 20 bis 25 Jahre alt, zwischen 1,75 und 1,85 Meter groß, sportlich bis kräftig gebaut. Er hat einen hellbraunen Teint, schwarze Haare, einen Oberlippenbart und trug ein schwarzes Hemd, eine schwarze Hose, eine schwarze Basecap sowie eine Sonnenbrille. Die zwei weiteren Männer sind etwa 20 Jahre alt, circa 1,80 Meter groß, haben kurze braune Haare, braune Augen und trugen weiße Oberteile.
Wer Hinweise zum Tatablauf hat oder die Männer kennt, soll sich unter der Telefonnummer 0641/7006-3755 bei der Polizeistation Gießen-Nord melden. Die Ermittlungen zu beiden Vorfällen dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium Mittelhessen - Pressestelle – zur Originalmeldung