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Gewittersturm zerstörte die historische Dorflinde in Wörnitz

Dorflinde Copyright und Urheber siehe Wörnitz

Ein schwerer Sturm hat ein Naturdenkmal in Wörnitz entwurzelt. Die alte Friedenslinde hielt über 300 Jahre lang stand, bevor sie 1961 zerbrach.

In Wörnitz (Bayern) gab es einen großen Verlust für die Gemeinde. Am 1. Juni 1961 sorgte ein heftiger Gewittersturm dafür, dass die berühmte Dorflinde am Georg-Ehnes-Platz zerbrach.

Der Baum war ein echtes Wahrzeichen des Ortes und wurde auch als Friedenslinde bezeichnet. Er war die wohl älteste Bewohnerin der Gemeinde. Gepflanzt worden war die Linde am 10. Mai 1653, kurz nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges. Bis zu ihrem Ende im Jahr 1961 überdauerte sie jahrhundertelang alle Unwetter.

Die Linde war mehr als nur ein Baum. Unter ihrer großen Krone trafen sich die Menschen über Generationen hinweg. Dort wurden Versammlungen abgehalten, Gottesdienste gefeiert und gesellige Feste organisiert. Erst kurze Zeit vor dem Sturm, am 10. Mai 1953, hatte die Gemeinde noch den 300. Geburtstag des Baumes gefeiert.

Nach 308 Jahren war die Kraft der Linde jedoch am Ende. Der Sturm im Juni 1961 zerstörte das Naturdenkmal endgültig. Ein Jahr später, am 30. April 1962, pflanzte man einen direkten Nachkommen der Linde an der Südseite der Kirche, um das Andenken zu bewahren.

Dieser neue Baum ist mittlerweile ebenfalls groß gewachsen. Er ist dem alten Vorbild nachempfunden: Die Äste ruhen auf einem radförmigen Riegelwerk und eine kreisförmige Sitzbank lädt die Bewohner zum Ausruhen ein.

Quelle: Wörnitz – zur Originalmeldung

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