Gera: Schüler versprüht Reizstoff in Berufsschule
Am Freitagmittag kam es an einer Berufsschule in der Robert-Erbe-Straße in Gera (Thüringen) zu einem Polizeieinsatz. Ein 15-jähriger Schüler türkischer Herkunft hatte im Flur und auf einer Toilette eine unbekannte Substanz versprüht.
Kurz darauf bekamen sieben andere Schüler die Wirkung des Stoffes zu spüren. Sie klagten über Reizungen in den Augen und den Atemwegen. Die Betroffenen wurden medizinisch versorgt. Um die anderen Jugendlichen zu schützen, wurde eine Schulklasse vorsorglich aus dem Gebäude evakuiert.
Die Beamten suchten die Schule danach gründlich ab, fanden aber keine weiteren gefährlichen Stoffe. Auch in der Wohnung des Jugendlichen wurde nachgesehen, wozu er seine Zustimmung gab. Weder dort noch bei einer Prüfung auf Gas oder andere Substanzen wurde etwas gefunden.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und eine Gefährderansprache bei dem Jugendlichen durchgeführt. Was genau der Schüler mit der Aktion bezweckte, ist derzeit noch unklar. Ob und inwieweit er sich strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.