Gelsenkirchen: Flucht vor Polizei mit Audi endet im Crash
Es war kurz nach Mitternacht, als die Polizei in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) auf der Florastraße einen Audi A7 anhalten wollte. Die Beamten hatten eine Routinekontrolle geplant. Doch der 18-jährige Fahrer aus Herne wollte nicht anhalten. Als er den Streifenwagen bemerkte, gab er Vollgas. Er raste über eine rote Ampel und bog links in die Hohenstaufenallee ab.
Die Polizisten setzten das Blaulicht ein und nutzten das Martinshorn. Auch wenn die Beamten lautstark „Stopp Polizei“ riefen, beschleunigte der junge Mann weiter. Er ignorierte mehrfach die Vorfahrt, während er versuchte, den Streifenwagen abzuschütteln.
Das Ende kam kurz darauf, als er von der Hohenstaufenallee auf die Bulmker Straße abbiegen wollte. In dem Moment verlor der Fahrer die Kontrolle über seine Limousine. Der Audi krachte erst gegen einen Laternenmast und prallte dann gegen eine Mauer. Bei dem Aufprall wurde auch ein parkendes Auto beschädigt. Im Stadtteil Bulmke-Hüllen herrschte danach Chaos, während die Firma ELE die Stromkabel des kaputten Mastes sichern musste.
Im Wagen saß noch ein 16-jähriger Beifahrer, der keinen festen Wohnsitz in Deutschland hat. Damit niemand erneut flüchten konnte, legten die Polizisten sowohl dem Fahrer als auch dem Jugendlichen Handschellen an. Der Audi wurde abgeschleppt und der Führerschein des 18-Jährigen wurde eingezogen.
Nachdem die Polizei alles gesichert hatte, holten die Eltern des Fahrers die beiden Jugendlichen ab. Ob und inwieweit sich der junge Mann strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.