Geisiger Senioren machten virtuelle Reise in die Mongolei
Am Dienstag, den 14. Juli 2026, trafen sich die Senioren in Geisig (Rhein-Lahn-Kreis, Rheinland-Pfalz) zu einem Kaffeeklatsch. Diesmal ging es jedoch nicht nur um Plauderei, sondern um eine Reise in die Mongolei. Constanze Paul aus Singhofen hatte den Ausflug in die Ferne organisiert und berichtete von ihren persönlichen Erfahrungen in dem asiatischen Land zwischen China und Russland.
Frau Paul war im Auftrag des Auswärtigen Amtes in der Hauptstadt Ulaanbaatar tätig. Dort arbeitete sie als Lehrerin für Deutsch und Religion an zwei deutschen Schulen. Sie erzählte den Zuhörern, dass der Unterricht dort in Schichten läuft: Vormittags kommen die Jüngeren, nachmittags die Älteren. Besonders schwierig sei der Schulweg. Da es kaum öffentliche Verkehrsmittel gibt und die Straßen verstopft sind, brauche man für nur zwei Kilometer manchmal zwei Stunden. Zudem sei die Luft in der Stadt durch die Abgase und die Heizungen der Häuser sehr schlecht.
Die Hauptstadt selbst sei eine Stadt der Gegensätze. Auf der einen Seite stehen moderne Hochhäuser und Regierungsgebäude, auf der anderen Seite gibt es riesige Außenbezirke. Dort wohnen ehemalige Nomaden in einfachen Hütten, die auf ein besseres Leben in der Stadt hoffen.
Ein Highlight des Vortrags waren die Berichte über das Leben auf dem Land. Frau Paul beschrieb weite Steppen und die Nomaden, die mit ihren Pferde-, Schaf- und Ziegenherden ziehen. Die Familien leben dort in Jurten, großen Rundzelten aus Filz, die man schnell auf- und abbauen kann. Auch das Essen wurde thematisiert: In der Mongolei esse man sehr viel Fleisch und Fett, oft in Form von Teigtaschen mit Quark.
Damit die Senioren einen echten Eindruck bekamen, brachte die Referentin ein typisches Begrüßungsgetränk mit: einen gesalzenen Milchtee. Dieser sorgte bei den Teilnehmern für Überraschung und brachte viele zum Schütteln. Neben den Reiseberichten wurden auch Themen wie Klima, Gesundheit, Religion und Sicherheit besprochen. Den Abschluss bildete das gemeinsame Kaffeetrinken und Kuchenessen.
Quelle: Geisig – zur Originalmeldung