Geisenheim: Stadt weist Vorwürfe wegen Hausarztpraxis zurück
Im Juni 2026 starteten Bürger in Geisenheim (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen) eine Petition. Sie wollten die örtliche Hausarztpraxis retten. Dabei kam das Gerücht auf, der Arzt habe seine Praxis nur deshalb schließen müssen, weil die Behörden ihm Steine in den Weg gelegt hätten.
Besonders oft hieß es, die Stadtverwaltung hätte die Baugenehmigung blockiert. Grund seien angebliche Probleme mit den vorgeschriebenen Parkplätzen gewesen. Nun wehrt sich die Stadt gegen diese Vorwürfe und stellt den Ablauf klar.
Das Bauamt betont, dass die Stadt gar nicht die Stelle ist, die über Baugenehmigungen entscheidet. Das macht allein die Untere Bauaufsichtsbehörde des Rheingau-Taunus-Kreises. Die Stadt habe den Prozess sogar konstruktiv begleitet, um die ärztliche Versorgung im Ort zu sichern.
Tatsächlich wurde die Genehmigung für den Umbau des Wohnhauses in eine Praxis bewilligt. Die baurechtlichen Voraussetzungen waren also erfüllt. Warum der Arzt die genehmigten Maßnahmen dann trotzdem nicht umgesetzt und die Praxis geschlossen hat, weiß die Stadt nicht.
Bürgermeister Christian Aßmann bedauert den Verlust des Arztes für die Bürger. Er sagt aber auch, dass er die Abläufe transparent machen wolle, um falschen Behauptungen entgegenzutreten.
Weitere Angaben zu den genauen Gründen für die Schließung der Praxis liegen bislang nicht vor.
Quelle: Geisenheim – zur Originalmeldung