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Gefahrstoff-Austritt in Saarlouis: Zwei Schwerverletzte

Foto: PuMA Fw SL

In einem Entsorgungsbetrieb im Industriegebiet von Saarlouis trat ein gefährlicher Stoff aus. Zwei Menschen wurden dabei schwer verletzt und mit Hubschraubern weggeflogen.

Am Dienstagnachmittag gegen 16:08 Uhr ging in Saarlouis (Saarland) ein Notruf ein. In einem Entsorgungsbetrieb im Industriegebiet war ein Gefahrstoff ausgetreten. Die Feuerwehr und der ABC-Zug des Landkreises rückten sofort aus. Da es in der Gegend stank und man anfangs nicht genau wusste, um was für einen Stoff es sich handelte, wurde die Warn-App NINA ausgelöst. Die Menschen in der Umgebung sollten Fenster und Türen schließen und das Gebiet meiden.

Die Retter retteten zwei Menschen direkt aus der Gefahrenzone. Beide waren schwer verletzt. Nach der ersten Hilfe vor Ort wurden sie mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser in der Umgebung geflogen. Insgesamt waren zwölf Menschen von dem Vorfall betroffen. Zehn von ihnen hatten nur leichte Verletzungen oder waren glimpflich davongekommen.

Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz. Die Spezialisten des ABC-Zugs führten Messungen durch und sicherten das Gelände, während die Polizei den Bereich weiträumig absperrte. Später stellte sich heraus, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestand.

Nur kurze Zeit später gab es einen weiteren Einsatz. Während die meisten Kräfte noch im Industriegebiet gebunden waren, brannte in Saarlouis im Stadtteil Beaumarais auf einer Wiese ein Haufen aus Pferdemist und Stroh. Die Flammen fraßen sich über eine Länge von rund 100 Metern. Ein Landwirt half den Feuerwehrleuten mit einem Radlader, das brennende Material auseinanderzuziehen, damit es schneller gelöscht werden konnte. Rund 40 Einsatzkräfte waren bei diesem Brand im Einsatz.

Erst gegen Mitternacht waren alle Einsätze beendet und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit. Welche Substanz genau ausgetreten ist und wie es zu dem Unfall im Betrieb kam, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Saarlouis – zur Originalmeldung

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