Gefährliche Abenteuer im Bahnbereich enden oft tödlich
Die Bundespolizei schlägt Alarm. Gerade jetzt, wo die Sommerferien beginnen, suchen viele Jugendliche das Abenteuer. Doch wer auf Bahngelände klettert, spielt mit seinem Leben. Die Beamten warnen eindringlich vor Waggon-Kletteraktionen, Selfies auf den Gleisen oder sogenannten Challenges im Bahnbereich.
Besonders gefährlich sind moderne Züge, weil sie sehr leise fahren. Man hört sie oft erst, wenn es schon zu spät ist. Wenn ein Zug mit 100 Kilometern pro Stunde rast, braucht er bis zu einen Kilometer, um zum Stehen zu kommen. Ausweichen kann der Lokführer nicht.
Auch die Oberleitungen sind eine tödliche Falle. Sie stehen unter einer Spannung von bis zu 15.000 Volt. Man muss die Leitung nicht einmal berühren, um einen Stromschlag zu bekommen. Schon ein Abstand von anderthalb bis zwei Metern kann ausreichen, damit der Strom überspringt.
Die Bundespolizei berichtet von einem schweren Fall Ende Mai. Ein 18-Jähriger war auf den Waggon eines Güterzugs gestiegen. Dabei traf ihn ein Stromschlag aus der Oberleitung. Der junge Mann erlitt schwerste Verbrennungen und lebensgefährliche Verletzungen an seinen inneren Organen. Er leidet bis heute massiv unter den Folgen, die sein Leben wohl dauerhaft beeinträchtigen werden.
Die Polizei appelliert nun an die Eltern. Sie sollen ihren Kindern klar machen, dass der Aufenthalt im Gleisbereich und auf abgestellten Waggons streng verboten ist. Wer dort seine Freizeit verbringt, riskiert schwerste körperliche Schäden oder den Tod.
Quelle: Bundespolizeidirektion München – zur Originalmeldung