Geesthacht: Notruf führt zu Untersuchungshaft
Am Nachmittag des 17. August passierte es: Gegen 15 Uhr ging bei der Polizei ein Notruf ein. Die Person am Telefon sagte nur, dass sie sich in akuter Gefahr befinde. Dann brach die Verbindung plötzlich ab. Die Beamten mussten schnell handeln und suchten nach dem Standort des Anrufers.
Die Polizei konnte einen möglichen Aufenthaltsort ausfindig machen. Um die Lage unter Kontrolle zu halten, sperrten die Beamten den Bereich weiträumig ab. Weil die Situation unklar war, holten sie sich Unterstützung durch Spezialkräfte.
Die Experten suchten das gesamte Gelände akribisch ab. Sie wollten nicht nur den Anrufer finden, sondern auch mögliche Beweismittel sichern. Bei diesem Einsatz nahmen die Polizisten insgesamt vier Menschen vorläufig fest.
Drei der Männer im Alter von 33, 36 und 41 Jahren wurden später wieder auf freien Fuß gesetzt. Für einen weiteren Verdächtigen kam es jedoch anders. Ein 33-jähriger Mann aus Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg, Schleswig-Holstein) wurde am nächsten Tag, dem 18. August, einem Haftrichter vorgeführt. Dieser schickte ihn direkt in Untersuchungshaft, da er gegen das Waffengesetz verstoßen haben soll.
Warum der Notruf überhaupt abgesetzt wurde und was genau vor Ort passierte, bleibt bisher ein Geheimnis. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft geben aus taktischen Gründen derzeit keine weiteren Details bekannt. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.