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Gedenkstätte Landjuden an der Sieg stellt Programm vor

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Von Argumentationstrainings bis hin zu Musikabenden: Die Gedenkstätte Landjuden an der Sieg bietet in der zweiten Jahreshälfte 2026 ein vielfältiges Programm im Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen) an.

Die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ hat ihr Programm für das zweite Halbjahr 2026 veröffentlicht. Die Veranstalter setzen dabei auf eine Mischung aus Musik, Vorträgen, Workshops und geführten Rundgängen.

Los geht es am Freitag, den 25. September 2026. Von 16 bis 19 Uhr leitet Saskia Klemp ein Seminar zum Thema Argumentationstraining. Sie zeigt den Teilnehmern, wie man gezielt gegen menschenfeindliche Parolen vorgeht, ohne dass das Gespräch komplett abreißt. Dabei gibt es viele praktische Übungen. Zudem geht es um die rechtliche Seite: Wo endet die Meinungsfreiheit und ab wann wird es zur Hassrede?

Am Mittwoch, den 14. Oktober 2026, steht ein literarischer Abend an. Um 18:30 Uhr stellt Dr. Anna Hájková im Forum des Stadtmuseums Siegburg ihr Buch „Das letzte Ghetto“ vor. In dem Werk beschreibt sie die Alltagsgeschichte von Theresienstadt und die Kultur, die die Häftlinge dort über drei Jahre hinweg entwickelt haben.

Musikalisch wird es am Montag, den 9. November 2026. Das Duo Tangoyim tritt ab 18 Uhr in der Gesamtschule Windeck auf. Stefanie Hölzle und Daniel Marsch spielen jüdische Musik, die mal traurig, mal fröhlich ist. Die Lieder erzählen von Liebe, Glück, Hochzeiten und der Auswanderung nach Amerika, unterbrochen von klassischen Klezmermelodien.

Den Abschluss bildet ein Themennachmittag am Freitag, den 20. November 2026. Von 13:45 bis 15:45 Uhr geht es in der Gedenkstätte in Windeck-Rosbach um den Apfel im jüdischen Glauben und Brauchtum. Neben den Traditionen gibt es eine praktische Aktion: Im Garten vor dem ehemaligen Wohnhaus der Familie Seligmann werden zwei neue Apfelbäume gepflanzt.

Wer an den Terminen teilnehmen möchte, sollte sich rechtzeitig informieren, da die Plätze teilweise begrenzt sind und eine Anmeldung nötig ist. Das komplette Programm gibt es auf der Homepage des Rhein-Sieg-Kreises unter rhein-sieg-kreis.de/gedenkstaette. Alternativ kann man das Programm per E-Mail an [email protected] anfordern oder es sich per Post schicken lassen (Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg). Wer lieber telefoniert, erreicht das Kreisarchiv unter 02241 13 2928.

Quelle: Rhein-Sieg-Kreis – zur Originalmeldung

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