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Gedenken an ermordeten Polizisten im Saarland

Ein Jahr nach dem Tod eines Beamten organisiert die Polizeigewerkschaft einen Spendenlauf. Der Fall sorgt wegen eines umstrittenen Urteils weiterhin für Aufsehen.

Vor genau einem Jahr passierte es: Am 21. August 2025 wurde der Polizist Simon Bohr im Dienst ermordet. Er stammte aus dem Saarland. Der Angriff war so heftig, dass er keine Chance hatte. Seit diesem Tag ist eine Lücke in der Polizeifamilie entstanden, die nicht zu schließen ist.

Besonders schwer wiegt für die Kollegen das Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom April dieses Jahres. Das Gericht sprach den Täter vom Mord frei. Grund dafür war eine vermutlich schizophrenische Erkrankung des Mannes. Stattdessen wurde er wegen besonders schweren Raubes nach Jugendstrafrecht verurteilt. Die Staatsanwaltschaft war mit diesem Ergebnis nicht einverstanden und hat Rechtsmittel eingelegt.

Um an den Beamten zu erinnern, hat die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) eine Aktion gestartet. Am 20. und 21. August fand im Warndtstadion in Völklingen-Ludweiler (Saarland) ein 24-Stunden-Spendenlauf statt. Das Geld aus diesem Lauf geht an die DPolG-Stiftung. Diese Stiftung hilft Kollegen, die im Dienst verletzt wurden oder psychische Probleme durch traumatische Erlebnisse haben.

Auch der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft, Heiko Teggatz, ist extra ins Saarland gereist. Er betonte, dass Gewalt gegen Menschen in Uniform nicht als normales Berufsrisiko hingenommen werden dürfe. Es gehe darum, dass die Gesellschaft wieder mehr Respekt vor den Einsatzkräften zeigt.

Ob das Urteil des Landgerichts durch die Rechtsmittel der Staatsanwaltschaft noch geändert wird, ist derzeit offen. Die rechtlichen Auseinandersetzungen dauern an.

Quelle: Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) – zur Originalmeldung

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