Fritzlar: Wasserentnahme aus Eder und Fulda verboten
Es ist zu trocken in der Region. Deshalb weitet der Schwalm-Eder-Kreis (Hessen) das bestehende Verbot aus, Wasser aus oberirdischen Gewässern zu entnehmen. Ab sofort gilt das Verbot auch für die Eder sowie für die Fulda, und zwar im Bereich unterhalb der Einmündung der Eder im Kreisgebiet.
Der Grund für die Entscheidung ist der niedrige Wasserstand. Aus der Edertalsperre wird derzeit viel weniger Wasser abgegeben als sonst. Dadurch ist der Pegel der Eder inzwischen unter die sogenannte Niedrigwasserschwelle gefallen. Die Behörden wollen damit verhindern, dass der Zustand der Gewässer noch schlimmer wird. Vor allem die Tiere und Pflanzen im Wasser sollen geschützt werden, und es muss eine Mindestmenge an Wasser im Fluss bleiben.
Es gibt nur eine einzige Ausnahme: Wer sich persönlich erfrischen will, darf Wasser mit kleinen Handgefäßen schöpfen. Das gilt zum Beispiel für eine Trinkflasche oder einen Becher. Alles andere ist bis auf Weiteres untersagt.
Die untere Wasserbehörde passt auf, dass sich alle an die Regeln halten. Wer gegen das Verbot verstößt, muss mit harten Strafen rechnen. Das Bußgeld kann in extremen Fällen bis zu 100.000 Euro betragen.
Die komplette Verfügung kann auf der Internetseite des Schwalm-Eder-Kreises unter www.schwalm-eder-kreis.de nachgelesen werden.
Quelle: Fritzlar – zur Originalmeldung