Fritzlar: Glasfaserausbau stockt und Straßen werden teuer
In Fritzlar (Schwalm-Eder-Kreis, Hessen) hakt der Ausbau des schnellen Internets. Die Firmen Goetel, die in acht Ortsteilen zuständig ist, und Glasfaser Plus in der Kernstadt haben sich von ihren Baufirmen getrennt. Deshalb geht es gerade nicht voran. Die Stadt sucht nun nach neuen Partnern und will danach einen neuen Zeitplan aufstellen. Wer noch offene Löcher oder nicht geschlossene Querschläge in der Straße sieht, soll diese dem Sachgebiet Tiefbau der Stadtverwaltung melden.
Besonders schwierig ist die Lage im Gewerbe- und Wohngebiet südlich der Eder. Dort wollte kein Anbieter das Netz ausbauen. Die Stadt prüft nun, ob der Markt versagt hat, um Fördermittel zu bekommen. Wenn alles klappt, könnte das Internet dort zwischen 2028 und 2031 kommen. Die Kosten von etwa 7,5 Millionen Euro sollen zu 90 Prozent vom Bund und vom Land übernommen werden.
Auch bei den Straßen gibt es schlechte Nachrichten. Die Stadt will nun genau auflisten, welche Straßen in welchem Zustand sind und wer für die Reparaturen bezahlen muss. Allein für die Kanäle rechnet die Stadt in den nächsten zehn Jahren mit Kosten von rund 25 Millionen Euro.
Immerhin gibt es gute Neuigkeiten beim Wohnungsbau. Im Unteren Schulweg soll eine neue Arztpraxis und acht Wohnungen entstehen. Damit soll gesichert werden, dass es in Fritzlar weiterhin eine HNO-Praxis gibt. Zudem will die Stadt künftig weniger unnötige Vorgaben bei neuen Bebauungsplänen machen, damit bezahlbarer Wohnraum schneller entsteht.
Für die Zukunft plant die Stadt außerdem ein Klimaschutzmanagement. Dafür wird aktuell eine Fachkraft gesucht, deren Gehalt zu 70 Prozent gefördert wird. Finanziell bekommt Fritzlar zudem Unterstützung vom Bund: Aus einem Sondervermögen fließen insgesamt 5,5 Millionen Euro in die Stadt. Die ersten 500.000 Euro sollen Ende des Jahres ausgezahlt werden.
Ein weiterer Plan betrifft das Gewerbe. Die Stadt prüft nun, ob entlang der Alten Wildunger Straße – zwischen dem Kreisel an der B 450 und dem Gärtnerhof – ein neues Gewerbegebiet entstehen kann.
Wie es mit der Wärmeplanung weitergeht, wird am 16. September 2026 im Planungs- und Umweltausschuss besprochen.
Quelle: Fritzlar – zur Originalmeldung