Friedeburg: Tagebau Marx darf vergrößert werden
In Friedeburg (Landkreis Wittmund, Niedersachsen) wird der Sandabbau in Zukunft größer werden. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie hat die Erweiterung des Tagesbaus Marx genehmigt. Damit darf die Firma Quarzwerke Marx AG ihre Gewinnungsstätte im Ortsteil Marx-Barge vergrößern und tiefer graben.
Das Ganze passiert auf einer Fläche an der Kreisstraße 45, nordöstlich der Bundesstraße 437. Dort wird der Sand im sogenannten Nassabbauverfahren gewonnen. Die Firma will die bisherige Fläche von 80,7 Hektar um weitere 28 Hektar ausweiten. Um sich das besser vorstellen zu können: Das ist so, als würde man zu einer Fläche von 113 Fußballfeldern noch einmal 40 weitere Felder hinzufügen. Die Firma rechnet damit, dass sie so rund sieben Millionen Kubikmeter mehr Sand aus dem Boden holen kann.
Bevor es zu dieser Entscheidung kam, gab es ein offizielles Verfahren, bei dem auch die Öffentlichkeit mitreden konnte. Insgesamt gingen 18 Stellungnahmen von öffentlichen Stellen und eine Einwendung von einem Bürger ein. All diese Punkte wurden im Verfahren besprochen.
Bei dem Material handelt es sich um Quarzsand. Dieser ist wertvoll, weil er in der Bauindustrie, bei der Glasherstellung oder für die Wasseraufbereitung gebraucht wird. Da er unter das Bergrecht fällt, war das Landesamt für Bergbau die zuständige Stelle für die Genehmigung.
Wenn der Tagebau irgendwann einmal beendet ist, soll die Fläche nicht einfach so bleiben. Geplant ist, dass dort ein naturnaher See entsteht.
Wer genau wissen will, was genehmigt wurde, kann die Unterlagen vom 1. September bis zum 14. September im Internet einsehen. Das Amt weist aber ausdrücklich darauf hin, dass es hier nur um das Vorhaben im Landkreis Wittmund geht. Nur etwa einen Kilometer weiter, auf der anderen Seite der Bundesstraße 437 im Landkreis Friesland, gibt es nämlich ebenfalls Pläne für eine Erweiterung. Diese gehört aber zu einem anderen Verfahren und hat mit diesem Beschluss nichts zu tun.
Mit dem aktuellen Beschluss ist das Zulassungsverfahren nun beendet.