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Freudenberg: Falscher Polizist stiehlt Schmuck für 20.000 Euro

Ein älteres Ehepaar wurde in der Siegener Straße überrumpelt. Ein Betrüger gab sich als Beamter aus und flüchtete mit wertvollen Wertsachen.

Am Montagabend passierte es in der Siegener Straße in Freudenberg (Kreis Siegen-Wittgenstein). Gegen 17:30 Uhr klingelte das Telefon eines älteren Ehepaares. Am anderen Ende meldete sich ein Mann, der behauptete, bei der Polizei zu arbeiten. Er erzählte den Senioren, dass zwei Menschen festgenommen worden seien, die das Haus ausspioniert hätten. Die Betrüger wollten den Opfern so einreden, dass ein Einbruch bevorstünde.

Der Anrufer fragte gezielt nach Schmuck. Als der Mann bestätigte, dass Goldschmuck im Haus sei, versprach der falsche Polizist Hilfe. Er wollte einen Kollegen vorbeischicken, der die Stücke fotografieren und den Besitz zur Sicherheit dokumentieren sollte.

Kurz darauf, gegen 18:30 Uhr, klingelte es an der Haustür. Ein Mann stand dort und gab sich als Polizist aus. Er zeigte einen gefälschten Dienstausweis vor, auf dem „Polizei Siegen“ stand. Zuerst schaute sich der Unbekannte den Goldschmuck nur an. Dann griff er plötzlich zu, nahm die Sachen an sich und rannte aus dem Haus.

Das Ehepaar sah noch, wie der Mann in einen grauen PKW stieg, der in der Siegener Straße geparkt war. Er fuhr dann in Richtung Siegen davon. Insgesamt stahl der Täter Schmuck im Wert von rund 20.000 Euro.

Die Polizei beschreibt den Verdächtigen als etwa 1,80 Meter groß, schlank und mit einem südeuropäischen Aussehen. Er trug ein weißes T-Shirt, eine helle Hose und hatte schwarze, gegelte Haare. Er sprach Deutsch ohne Akzent und wirkte gepflegt.

Die Kriminalpolizei in Siegen sucht nun nach Zeugen. Wer Hinweise zum grauen Auto oder zum Mann hat, soll sich unter der Telefonnummer 0271 / 7099 - 0 melden.

Die Beamten warnen davor, Fremden die Tür zu öffnen oder Wertsachen an angeblich offizielle Menschen herauszugeben. Wer am Telefon Zweifel hat, soll einfach auflegen und die Polizei selbst anrufen, um die Identität des Anrufers zu prüfen.

Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Kreispolizeibehörde Siegen-Wittgenstein – zur Originalmeldung

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