Freiburg: Riesiges Rotorblatt auf Schwertransport gestürzt
Am Donnerstag gegen 13:20 Uhr war ein Schwertransport auf der L 131 im Bereich Müllheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg) unterwegs. Das Spezialfahrzeug fuhr bergwärts in Richtung Sirnitz. Geladen hatte es ein riesiges Rotorblatt für eine Windkraftanlage, das rund 27 Tonnen wog. Damit andere Autofahrer nicht behindert wurden, war die Straße für den öffentlichen Verkehr bereits gesperrt.
Als der Transport eine S-Kurve passierte, gab es plötzlich ein Problem mit der Technik. Die Hydraulik des Aufliegers versagte. Das aufgestellte Rotorblatt verlor das Gleichgewicht und kippte zur Seite. Es stürzte mit voller Wucht auf das ziehende Spezialfahrzeug und auf einen Zugtraktor, der zur Unterstützung davor gefahren war.
Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Doch der Schaden ist gewaltig. Das Rotorblatt wurde so stark beschädigt, dass es komplett unbrauchbar ist. Insgesamt schätzen die Experten den Sachschaden auf etwa 700.000 bis eine Million Euro.
Zusätzlich zum Trümmerhaufen trat Hydrauliköl aus. Die Feuerwehr rückte aus und konnte die Flüssigkeit binden und von der Fahrbahn entfernen. Die Bergung der schweren Teile ist jedoch kompliziert. Deshalb bleibt der betroffene Streckenabschnitt voraussichtlich über mehrere Tage gesperrt.
Die Verkehrspolizei Freiburg hat die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Unfallursache zu klären. Ob ein menschlicher Fehler oder ein Materialdefekt vorlag, wird nun geprüft.