Frechen baut Ganztagsbetreuung für Grundschulen aus
Im Sitzungssaal des Alten Rathauses in Frechen (Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen) wurde ein wichtiger Vertrag für die Grundschulen der Stadt besiegelt. Bürgermeister Uwe Tietz, die Schulleitungen der sieben Ganztagsgrundschulen und die Träger der Jugendhilfe haben gemeinsam unterschrieben. Es geht dabei um den Offenen Ganztag (OGS).
Das neue Vertragswerk tritt am 1. August 2026 in Kraft. Damit wird das alte Modell aus dem Jahr 2017 ersetzt. Gleichzeitig wurden auch die Vereinbarungen für die einzelnen Schulstandorte unterschrieben. Bürgermeister Tietz betonte bei dem Termin, dass es früher oft Streit um die begehrten Plätze gab, die Eltern heute aber einen Rechtsanspruch haben.
Besonders wichtig ist die Änderung für das Schuljahr 2026/2027. Eigentlich gibt es bundesweit erst für Erstklässler einen gesetzlichen Anspruch auf einen Ganztagsplatz. Frechen geht jedoch einen Schritt weiter: Die Stadt und die Träger haben vereinbart, dass der Anspruch auf Ferienbetreuung ab diesem Zeitpunkt direkt für alle Kinder der Klassen 1 bis 4 gilt.
Auch bei den Partnern gibt es Neuigkeiten. Neben der „Schuloase Rheinland e.V.“ und der „KJA - Katholischen Jugendagentur Köln“ kommt ein neuer Träger hinzu. Für die Gemeinschaftsgrundschule Ringschule übernimmt ab dem Schuljahr 2026/2027 der Verein „GIP e.V. – Ganztag in Partnerschaft“ die Betreuung. Dieser Verein arbeitet bereits an anderen Schulen im Rhein-Erft-Kreis.
Um die Qualität der Betreuung zu sichern, wurde ein neues Finanzierungsmodell entwickelt. Ein Arbeitskreis aus der Verwaltung, der Politik, den Schulleitungen und den Trägern hat dafür die Standards festgelegt. Ziel ist es, dass alle Kinder in Frechen einen Ort zum Lernen und Spielen haben und die Eltern Beruf und Familie besser vereinbaren können.
Quelle: Frechen – zur Originalmeldung