Fraureuth feiert große Jubiläen und historische Meilensteine
Die Gemeinde Fraureuth (Landkreis Zwickau, Sachsen) hat ihre bewegte Geschichte dokumentiert. Schon im Jahr 1447 wurde der Ort zum ersten Mal in Urkunden erwähnt. Die Zeit war nicht immer leicht: Im Jahr 1634 traf die Pest das Dorf hart. Gleichzeitig plünderten Soldaten die Gegend, wodurch die Einwohnerzahl stark sank. Auch die Wege waren schlecht; die Verbindung nach Greiz war damals oft versumpft und wurde erst 1812 ordentlich neu gebaut.
Ein wichtiger Wendepunkt war das Marktprivileg im Jahr 1650. Fraureuth durfte bis zu fünf Jahrmärkte im Jahr abhalten. Das half dem Ort, sich nach den Kriegswirren schnell zu erholen. Später, im Jahr 1811, begann mit einer Wollkämmerei die Industrialisierung. Diese Firma beschäftigte damals rund 400 Mitarbeiter und machte den Ort wirtschaftlich bedeutend. Im Jahr 1865 folgte die Gründung der Porzellanfabrik, die über Jahrzehnte verschiedene Besitzer hatte und heute als Spindel- und Lagerungstechnik-Werk weiterlebt.
In der jüngeren Zeit gab es viele Modernisierungen. So wurde 1994 die Erich-Glowatzky-Sport- und Mehrzweckhalle gebaut. Im Jahr 2013 öffnete das Shoppingcenter "Dahliencenter" sowie ein Mehrgenerationshaus. Auch die Kinderbetreuung wurde stark ausgebaut: Die Kitas "Kinderland" in Ruppertsgrün, "Regenbogen" in Fraureuth und "Glücksbärchen" in Beiersdorf wurden saniert.
Aktuell stehen große Feierlichkeiten an. Im Jahr 2024 gibt es Jubiläumsfeiern zu den 70-jährigen Bestehen der Kitas Regenbogen und Kinderland sowie zum 60-jährigen Bestehen der Kita Glücksbärchen. Zudem feiert der Ortsteil Ruppertsgrün im August 2024 sein 626-jähriges Bestehen. Im Juni 2025 folgt dann die 800-Jahr-Feier in Beiersdorf inklusive einer 150-jährigen Kirchweihfeier.
Quelle: Fraureuth – zur Originalmeldung