Frankfurt: Millionen-Betrüger am Flughafen geschnappt
Am 21. August wollte ein Niederländer am Flughafen Frankfurt am Main (Hessen) seinen Weiterflug nach Genf antreten. Er kam gerade aus Palma de Mallorca. Bei der Luftsicherheitskontrolle schlug jedoch ein Alarm an, als sein Handgepäck überprüft wurde. Zuerst sah es so aus, als gäbe es keine Gefahr, doch das Kontrollpersonal rief trotzdem die Bundespolizei hinzu.
Als die Beamten den 67-Jährigen überprüften, kam die Überraschung: Gegen den Mann lag ein internationaler Haftbefehl aus Spanien vor. Die spanischen Behörden suchten ihn.
Der Mann soll eine wichtige Rolle in einer kriminellen Vereinigung gespielt haben. Die Gruppe steht im Verdacht, zwischen 2017 und 2024 Millionenbeträge unterschlagen und gewaschen zu haben. Der Verdächtige soll dafür seine eigenen Firmen genutzt haben. Über Investitions- und Darlehensverträge aus dem Ausland habe er so das Geld verschoben.
Die Bundespolizisten nahmen den Mann fest und brachten ihn zum Amtsgericht Frankfurt am Main. Dort wurde er dem Haftrichter vorgeführt. Danach wurde er in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main – zur Originalmeldung