Frankfurt: Chinesin mit gefälschten Tickets gefasst
Am 27. August landete eine 59-jährige Chinesin aus Madrid am Flughafen Frankfurt am Main (Hessen). Bei der Kontrolle durch die Bundespolizei kam schnell heraus, dass die Frau nicht einfach nur zu Besuch war. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz suchte bereits nach ihr, weil sie sich illegal in Deutschland aufgehalten hatte. Zudem war ihr spanischer Aufenthaltstitel international zur Fahndung ausgeschrieben.
Die Vorgeschichte der Frau reicht weit zurück. Sie war zum ersten Mal im Dezember 2018 nach Deutschland gekommen. Im November 2019 drohten ihr die Behörden mit der Abschiebung, woraufhin sie das Land verließ. Während ihrer Zeit in Deutschland soll sie als Prostituierte gearbeitet haben.
Um die Beamten am Flughafen zu täuschen, versuchte die Frau bei der Einreiseüberprüfung zu tricksen. Sie zeigte gefälschte Flugtickets vor. Damit wollte sie verschleiern, was sie eigentlich in Deutschland vorhatte und wohin ihre Reise wirklich gehen sollte.
Die Beamten ließen sich nicht täuschen und nahmen die Frau fest. Nun wird gegen sie ermittelt, weil sie Beweisdaten gefälscht hat, um die Behörden zu täuschen. Die Ermittler verhängten gegen sie ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für drei Jahre. Schließlich wurde die Frau zurück nach Madrid abgeschoben.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main – zur Originalmeldung