Frankenberg: Warum Bäume an Bächen wichtig sind
Bäume und Sträucher an Bächen haben mehr Nutzen, als man auf den ersten Blick sieht. In Frankenberg (Sachsen) wird derzeit darauf hingewiesen, dass standortgerechte Gehölze wichtige Funktionen für die Umwelt und die Stadt übernehmen. Vor allem im Sommer spenden sie Schatten. Das sorgt dafür, dass sich das Wasser im Bach nicht so stark aufheizt, was den Fischen und anderen Tieren zugutekommt.
Ein weiterer Vorteil ist der natürliche Schutz vor Verkrautung. Wenn genug Schatten vorhanden ist, wachsen weniger Wasserpflanzen. Dadurch verschlammt der Bach nicht so schnell und das Wasser kann bei Hochwasser besser abfließen. Für die Stadt bedeutet das eine direkte Ersparnis, da die Bachsohle seltener gereinigt oder gemäht werden muss.
Damit das funktioniert, sollte man beim Rückschnitt vorsichtig sein. Es ist besser, wenn einzelne Bäume groß werden dürfen, anstatt alles radikal zu stutzen. Zu dichtes Buschwerk ist hingegen problematisch, da sich dort bei Hochwasser schnell Treibgut verfängt und das Wasser aufstaut.
Zudem dienen diese Grünstreifen als wichtiger Lebensraum und Puffer. Sie halten Nährstoffe zurück, bevor diese ins Wasser gelangen, und bieten Tieren Schutz und Nahrung. Wichtig ist jedoch, dass die Pflanzen auch wirklich in die Umgebung passen. Warum zum Beispiel eine Thuja-Hecke am Wasser falsch ist, wird in einer kommenden Ausgabe erklärt.
Der Text entstand in Zusammenarbeit mit der unteren Wasserbehörde des Landkreises und den Fachberatern des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.