Frankenberg (Eder): Auszeichnung für neues Klosterumfeld
In Frankenberg (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hessen) wurde das Umfeld des ehemaligen Klosters Sankt Georgenberg komplett neu gestaltet. Nun gibt es dafür eine offizielle Auszeichnung: Das Projekt wurde beim Hessischen Landschaftsarchitekturpreis 2026 in der Kategorie „Kulturlandschaft und Kulturerleben“ prämiert. Die Entscheidung traf die Jury unter der Leitung von Claudia Blaurock aus Dresden.
Bei der Umgestaltung wurde viel verändert, um das Stadtbild attraktiver zu machen. Ein Verwaltungsbau aus den 1960er-Jahren wurde gekauft und abgerissen. Zudem verschwand eine große Parkfläche. Stattdessen wurde der Bach Nemphe, ein Zufluss der Eder, wieder freigelegt und in seinen natürlichen Zustand zurückgeführt. Insgesamt wurden etwa 3.000 Quadratmeter Fläche entsiegelt.
An der Stelle des alten Asphalts gibt es nun einen grünen Park mit Materialien, durch die Regenwasser versickern kann. Es entstanden ein neuer Garten in historischer Kulisse und eine Grünanlage entlang des Bachs. Das Ziel war es, die Natur wieder stärker in die Stadt zu holen und einen Ort zu schaffen, an dem sich Menschen gerne aufhalten.
Das Projekt wurde vom Büro GTL Landschaftsarchitektur aus Kassel eingereicht. Die Stadt hatte bereits im Vorjahr einen Preis für die Klimaanpassung bei den hessischen Klima-Kommunen gewonnen. An der Umsetzung waren verschiedene Fachplaner und Firmen beteiligt, darunter das Ingenieurbüro Oppermann aus Vellmar, die Wagu GmbH aus Kassel sowie die Firma Achinger Gärten und Freiräume aus Bad Berleburg.
Schirmherr des Wettbewerbs ist Hessens Ministerpräsident Boris Rhein. Die feierliche Preisverleihung findet im Oktober in Wiesbaden statt. Neben Frankenberg wurden auch Projekte in Frankfurt und Kassel ausgezeichnet.