Fichtenberg-Delegation besucht Partnerstadt Proszowice in Polen
Eine zwölfköpfige Gruppe aus Fichtenberg (Landkreis Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg) war vom 14. bis 16. August in der Partnerstadt Proszowice zu Gast. Mit dabei waren Mitglieder aus dem Gemeinderat, dem Stiftungsrat und dem Freundeskreis Proszowice. Die Reise diente dazu, die Kontakte zu vertiefen und zu sehen, wie sich die Gemeinde in Polen entwickelt hat.
Der Start verlief gesellig: Nach der Ankunft gab es eine Vorstellungsrunde im Gemeindehaus und ein großes Begrüßungsessen bei der Freiwilligen Feuerwehr in Positow, wo es unter anderem Spanferkel gab. Am Samstag besuchte die Gruppe ein restauriertes Gutshaus in Jakubowice. Dort gab es eine Besonderheit: Bürgermeister Glenk hatte der Stadt ein Fotoalbum der polnischen Nationalelf aus dem Jahr 1974 übergeben, in dem alle Spieler original unterschrieben hatten.
Kultur und Tradition standen weiter im Vordergrund. Die Delegation hörte Musik von Jugendlichen in der Musikschule Zebocin und dem Blasorchester in Koscielec. Später fuhren die Gäste mit Pferdewagen zum Erntedankfest nach Ostrow. Bei einem Feldgottesdienst zwischen Lavendelfeldern erhielt Bürgermeister Glenk traditionelles Erntedankbrot.
Der Sonntag begann auf der Landwirtschaftlichen Börse in Ekrol. Dieser riesige Markt bietet Platz für bis zu 2.600 Fahrzeuge und verkauft alles vom Huhn bis zur Sitzgarnitur. Danach besuchten die Gäste das Bruder-Albert-Heim der Caritas und den Biblischen Garten. Auch die moderne Stadtbibliothek mit ihrem Theater sowie ein neu gepflanzter Ginkgo-Baum als Symbol der Partnerschaft standen auf dem Programm.
Zum Abschluss gab es noch einen musikalischen Moment: Beim Pfarrgartenfest in Proszowice bekam Bürgermeister Glenk spontan eine Gitarre geschenkt. Gemeinsam mit der Gruppe spielte er das „Fichtenberg Lied“, das er selbst geschrieben hatte. Bevor es zurück zum Flughafen ging, besuchten die Gäste noch die Feuerwache in Klimontow und ließen den Trip bei einem gemeinsamen Grillen ausklingen.
Die Gastgeber luden die Fichtenberger bereits jetzt zur 870-Jahr-Feier von Proszowice im Jahr 2028 ein. Bürgermeister Glenk kündigte zudem an, im nächsten Jahr privat wieder vorbeizukommen.
Ein besonderer Dank gilt der Firma KW automotive GmbH, die zwei Vans für die Rückreise stellte. Da es keine Bahnen mehr gab, holten Kathrin und Kurt Wiegand die Gruppe mitten in der Nacht um 24 Uhr vom Flughafen ab.