Feldkirchen-Westerham zieht Bilanz zur Kommunalwahl 2026
Die Kommunalwahl 2026 in Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim, Bayern) war für die Verwaltung ein echtes Mammutprojekt. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde nun detailliert berichtet, was hinter den Kulissen alles passiert ist. Die Vorbereitungen starteten bereits im August 2025, als Magdalena Reitmeyer zur neuen Wahlleiterin ernannt wurde. In den folgenden Monaten mussten Wahlvorschläge geprüft, Wahllokale vorbereitet und die Helfer eingeteilt werden.
Die Bürger zeigten großes Interesse an der Politik vor Ort. Von 8.745 Wahlberechtigten gaben 5.688 Menschen ihre Stimme ab, was einer Beteiligung von 65,04 Prozent entspricht. Besonders beliebt war die Briefwahl: 3.484 Menschen ließen sich die Unterlagen nach Hause schicken. Bei der Wahl zum Gemeinderat gab es insgesamt 126.719 gültige Stimmen, während nur 103 Zettel ungültig waren.
Zusätzlicher Stress entstand bei der Landratswahl. Da keiner der sieben Kandidaten die absolute Mehrheit erreichte, musste am 22. März 2026 eine Stichwahl her. Das war für die Gemeinde ein weiterer Kraftakt, da alles sehr kurzfristig organisiert werden musste.
Der personelle Einsatz war enorm. Bei der Hauptwahl halfen 191 Ehrenamtliche und 44 Mitarbeiter der Gemeinde mit. Manche mussten bis tief in die Nacht arbeiten; erst um 1.45 Uhr morgens war alles erledigt. Auch bei der Stichwahl waren 150 Helfer im Einsatz. Weil kurzfristig einige Ehrenamtliche absagten, sprang das Personal der Verwaltung erneut ein.
Das Ganze kostete die Gemeinde rund 85.000 Euro. Das Geld floss in die Technik, das Porto, die Datenverarbeitung und Erfrischungen für die Helfer. Ein Teil dieser Summe wird vermutlich vom Landratsamt oder dem Freistaat zurückgezahlt.
Am Ende lief alles glatt. Die Rechtsaufsicht des Landratsamtes Rosenheim hat die Wahl geprüft und keine Fehler gefunden. Das Ergebnis wurde offiziell bestätigt. Die Gemeinde bedankt sich nun bei allen Helfern, dem Bauhof und dem Team der Wahlleiterin für den Einsatz.