Feldkirchen-Westerham warnt vor Grundwassermangel
In Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim, Bayern) wird die Lage beim Wasser immer kritischer. Weil es immer mehr Hitzetage gibt und der Regen oft ausbleibt, sinken die Grundwasserstände. Die Gemeinde und die Wasserversorger rufen deshalb dazu auf, bewusster mit dem Trinkwasser umzugehen.
Das Problem ist ernst: Wenn die Temperaturen steigen, wird mehr Wasser aus dem Boden gepumpt – zum Beispiel für private Gärten, die Landwirtschaft oder die Industrie. Eine Studie des BUND zeigt, dass in vielen Landkreisen in Deutschland bereits zu viel Wasser entnommen wird. In manchen Regionen wird jährlich mehr als 20 Prozent des neu gebildeten Wassers entnommen, was die Natur und die Trinkwasserversorgung gefährdet.
Zudem leidet die Qualität des Wassers. Neben Düngemitteln und Medikamenten gibt es immer häufiger Probleme mit sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS). Wenn dann noch ein Hitzesommer wie 2023 dazukommt, müssen manche Landkreise die Wasserentnahme sogar komplett einschränken.
Die Gemeinde gibt praktische Tipps, wie man im Alltag helfen kann. Wer beim Duschen einen Sparduschkopf nutzt oder das Wasser beim Zähneputzen abdreht, spart viele Liter. Auch die Waschmaschine und der Geschirrspüler sollten nur voll beladen und im Eco-Modus laufen. Bei der Toilettenspülung hilft die Spül-Stopp-Taste.
Besonders im Garten kann man viel bewirken. Statt Trinkwasser sollte Regenwasser aus Tonnen oder Zisternen genutzt werden. Gießen hilft am meisten am frühen Morgen oder späten Abend, damit das Wasser nicht sofort verdunstet. Mulch aus Rasenschnitt oder Rinde hält die Feuchtigkeit länger im Boden. Wer statt Rasen lieber heimische Stauden pflanzt oder Bäume setzt, schützt das Grundwasser nachhaltig.
Die Menschen in Deutschland verbrauchen zwar im Schnitt schon weniger als früher – heute sind es noch 121 Liter pro Person und Tag. Den größten Teil davon verschlingen die Körperpflege und die Toilettenspülung.