Feldkirchen-Westerham stellt Kosten für neuen Server klar
In Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim, Bayern) gab es zuletzt Diskussionen über die Kosten für die neue IT-Technik im Rathaus. Ein Zeitungsbericht hatte den Eindruck erweckt, die Gemeinde hätte fast 100.000 Euro für eine neue Serveranlage ausgegeben. Nun stellt die Verwaltung die Fakten klar.
Es stimmt zwar, dass der Haupt- und Finanzausschuss ein Budget von bis zu 99.000 Euro genehmigt hatte. Doch das war nur ein finanzieller Rahmen. Die Preise für Hardware, vor allem für Speicher und Arbeitsspeicher, schwankten zu diesem Zeitpunkt stark. Die Angebote waren oft nur kurz gültig. Deshalb wollte die Gemeinde rechtlich abgesichert sein und einen ausreichend hohen Betrag einplanen, um schnell handeln zu können.
Am Ende war die Rechnung jedoch niedriger: Der neue Server kostete tatsächlich nur rund 65.000 Euro. Damit blieb die Gemeinde weit unter dem genehmigten Höchstbetrag.
Die Anschaffung war dringend nötig. Der alte Server war sechs Jahre im Einsatz und hatte keinen Servicevertrag mehr. Seit Februar 2026 gab es immer wieder schwere Defekte. Netzteile, Festplatten und das Mainboard machten Probleme, auch der Arbeitsspeicher fiel aus. Die gesamte IT-Infrastruktur der Verwaltung war nicht mehr sicher.
Die Gemeinde hatte vorher auch überlegt, die Daten in eine Cloud oder ein externes Rechenzentrum auszulagern. Das war aber zu teuer. Da man im Rathaus bereits ein eigenes Backup-System hat, war der eigene Server die günstigere Lösung.
Um die Dimensionen zu verdeutlichen, nennt die Gemeinde einige Zahlen: Rund 200 Mitarbeiter nutzen etwa 250 vernetzte Geräte. Hinzu kommen rund 1.000 Geräte für Lehrer und Schüler der Grund- und Mittelschulen. Mit dem neuen Server soll die Verwaltung nun für die nächsten Jahre sicher und digital aufgestellt sein.