Zum Inhalt springen
newssofort.de

Feldkirchen-Westerham: Gewerbesteuer bricht massiv ein

Finanzhaushalt Copyright und Urheber siehe Feldkirchen-Westerham

Die Gemeinde muss ihren Haushalt für 2026 drastisch anpassen. Grund ist ein Millionenloch bei den Steuereinnahmen.

In Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim, Bayern) sieht es finanziell schlecht aus. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind fast auf die Hälfte geschrumpft. Insgesamt fehlen der Gemeinde rund 5 Millionen Euro mehr, als man im April und Mai noch befürchtet hatte.

Der Gemeinderat hat deshalb am 28. Juli 2026 ein Notpaket geschnürt. Die Gemeinde versucht nun, das Loch zu stopfen, damit sie weiterhin handlungsfähig bleibt. Durch harte Einsparungen in der Verwaltung konnte das Defizit bereits um 2,3 Millionen Euro gedrückt werden. Trotzdem bleibt eine Lücke von 2,7 Millionen Euro. Dieses Geld muss die Gemeinde nun über Kredite finanzieren. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass weniger Geld für neue Investitionen übrig bleibt.

Besonders hart trifft es das Personal. Die Personalkosten werden um etwa eine Million Euro gekürzt. Zwar gibt es laut Bürgermeister Johannes Zistl keine betriebsbedingten Kündigungen unter den rund 200 Mitarbeitern, aber offene Stellen werden grundsätzlich nicht neu besetzt. Das betrifft unter anderem den Bauhof, das Bauamt, die Kämmerei, die Musikschule und die Volkshochschule. Auch in den Kitas werden die Anstellungsschlüssel angepasst. Die Folge: Weniger Personal muss die Arbeit erledigen, was zu längeren Wartezeiten und niedrigeren Standards führen wird.

Auch bei den Bauprojekten wird gespart. Insgesamt werden die Ausgaben für Baumaßnahmen um rund 3,59 Millionen Euro gekürzt. Betroffen sind Straßenbau, Sanierungen und der Breitbandausbau. Viele Projekte werden zeitlich gestreckt oder in ihrem Umfang verkleinert. Eine Ausnahme gibt es beim Brandschutz an der Grundschule Höhenrain: Diese Maßnahme wird von 2027 auf das Jahr 2026 vorgezogen.

Weitere Einschnitte gibt es beim Klimaschutz. Die Förderrichtlinie für Klimaschutz wurde bereits im Mai 2026 gestoppt. Nur Anträge, die schon vollständig eingereicht waren, werden noch abgearbeitet. Ob es diese Förderung wieder gibt, wird erst 2029 entschieden. Der Klimaschutzmanager bleibt zwar im Amt, hilft aber künftig im Bauamt aus.

Auch die Freiwilligen Feuerwehren müssen sparen. Bei den Budgets und Beschaffungen wird gekürzt, wobei die Einsatzbereitschaft für die Sicherheit der Bürger gewährleistet bleiben soll. Der Bürgermeister betont, dass die finanzielle Notlage auch 2027 noch bestehen wird und deshalb dauerhaft an allen Kosten geschraubt werden muss.

Quelle: Feldkirchen-Westerham – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Feldkirchen-Westerham

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Landkreis Rosenheim

Alle ansehen