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Feldkirchen-Westerham: Gemeinde warnt vor Wassermangel

Wasser sparen Copyright und Urheber siehe Feldkirchen-Westerham

Immer mehr Hitzetage und lange Trockenperioden belasten die Vorräte. Die Gemeinde ruft die Bürger dazu auf, bewusster mit dem Wasser umzugehen.

In Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim, Bayern) wird die Lage beim Wasser ernst. Die Gemeinde warnt vor den Folgen von immer mehr Hitzetagen und langen Dürreperioden. Wenn es lange nicht regnet, aber gleichzeitig viel Wasser für Gärten, die Industrie oder die Landwirtschaft aus dem Boden gepumpt wird, sinken die Grundwasserstände gefährlich tief. Das schadet nicht nur der Natur, sondern gefährdet langfristig auch die Trinkwasserversorgung.

Ein Blick auf die Lage in Deutschland zeigt das Problem deutlich. Eine Studie des Instituts für sozial-ökologische Forschung zeigt, dass etwa die Hälfte aller Landkreise im Land unter Grundwasserstress leidet. In vielen Regionen wird jedes Jahr mehr Wasser entnommen, als natürlich nachfließen kann. Die Klimakrise macht die Situation immer schlimmer. Besonders kritisch ist das, weil über zwei Drittel unseres Trinkwassers direkt aus dem Grundwasser gewonnen werden.

Neben der Menge gibt es auch Probleme mit der Qualität. Schadstoffe wie Nitrat oder sogenannte „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS) landen im Wasser. Zudem fehlen oft genaue Daten darüber, wer eigentlich wie viel Wasser entnimmt, was immer wieder zu Streit führt.

Die Gemeinde gibt deshalb praktische Tipps, wie jeder im Alltag helfen kann. Im Haus hilft ein Sparduschkopf, der den Verbrauch pro Minute fast halbiert. Wer die Waschmaschine und den Geschirrspüler nur voll belädt und das Eco-Programm nutzt, spart ebenfalls Wasser. Auch die Spül-Stopp-Taste an der Toilette bringt eine deutliche Ersparnis.

Im Garten ist vor allem das Gießen ein Thema. Die Gemeinde rät dazu, Regenwasser in Tonnen oder Zisternen zu sammeln, statt Trinkwasser zu nutzen. Gegossen werden sollte nur morgens oder abends, damit das Wasser nicht sofort verdunstet. Wer statt Rasen lieber heimische Stauden pflanzt oder Mulch auf die Beete gibt, hält die Feuchtigkeit länger im Boden. Auch das Pflanzen von Bäumen hilft, da diese für natürliche Kühlung sorgen.

Obwohl die Menschen in Deutschland im Schnitt schon sparsamer geworden sind – heute verbraucht eine Person etwa 121 Liter pro Tag, 1991 waren es noch deutlich mehr –, bleibt die Vorsorge wichtig, um die Reserven für die Zukunft zu sichern.

Quelle: Feldkirchen-Westerham – zur Originalmeldung

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