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Feldkirchen-Westerham: Besserer Hochwasserschutz für Vagen geplant

Hochwasser Copyright und Urheber siehe Feldkirchen-Westerham

In Vagen soll ein neues System gegen Sturzfluten entstehen. Eine Studie bestätigt nun, dass der Plan auch mit dem Naturschutz vereinbar ist.

Wenn es in Vagen (Landkreis Rosenheim, Bayern) extrem stark regnet, drohen Überflutungen. Die Gefahrenkarten zeigen deutlich: Bei einem schweren Starkregen, wie er statistisch alle hundert Jahre vorkommt, läuft das Wasser in vielen Bereichen des Ortes einfach über die Straßen.

Um das zu verhindern, hat der Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham nun grünes Licht für die weiteren Planungen gegeben. Die Idee ist, das Wasser aus dem Goldbach sowie dem Teufels- und Leitengraben aufzufangen und gezielt nach Westen abzuleiten. Dort soll es in die Becken der Leitzachwerke fließen, statt die Häuser im Ort zu bedrohen.

Weil ein Teil der Arbeiten in einem geschützten Naturgebiet (FFH-Gebiet) stattfindet, musste zuerst genau geprüft werden, ob das überhaupt erlaubt ist. Zwischen Mai und November 2025 haben Experten deshalb die Gegend genau unter die Lupe genommen. Sie haben nach seltenen Pflanzen wie dem Bayerischen Löffelkraut gesucht und Tiere wie Feuersalamander oder Haselmäuse beobachtet. Auch der Baugrund wurde geprüft.

Das Ergebnis ist positiv: Der Schutz gegen die Fluten ist möglich, solange man auf die Natur achtet. Auch das Trinkwasser bleibt sicher, da die Quellen höher liegen als die erwarteten Wasserspiegel bei einem Hochwasser.

Konkret sieht der Plan drei Abschnitte vor. Oberhalb der Wallner Alm soll ein Wall aus Natursteinen gebaut werden. Im mittleren Teil, vom Dafeicht Weg bis zum Schloss, kommt eine Wand aus Mikropfählen mit Steinverkleidung. Im westlichen Bereich wird eine neue Raugerinne gebaut.

Jetzt geht es an die Vergabe der Planungsleistungen, was etwa 12.000 bis 15.000 Euro kosten wird. Zuerst soll der erste Bauabschnitt im Westen fertiggestellt werden. Die Kosten dafür werden auf rund 250.000 Euro geschätzt. Die Gemeinde hofft dabei auf staatliche Förderungen von bis zu 60 Prozent.

Ob und inwieweit das Projekt in dieser Form genehmigt wird, entscheidet sich im späteren Planfeststellungsverfahren. Die Ermittlungen und Planungen dauern an.

Quelle: Feldkirchen-Westerham – zur Originalmeldung

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