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Feldkirchen-Westerham appelliert an Bürger: Bitte Wasser sparen

Wasser sparen Copyright und Urheber siehe Feldkirchen-Westerham

Wegen der vielen Hitzetage und langen Dürreperioden bittet die Gemeinde ihre Bewohner, bewusster mit dem Wasser umzugehen.

In Feldkirchen-Westerham (Landkreis Rosenheim, Bayern) wird ein dringender Appell an die Menschen vor Ort gerichtet. Die Gemeinde und die regionalen Wasserversorger bitten darum, sparsam mit dem Wasser zu sein. Der Grund dafür sind die immer häufigeren Hitzetage und die langen Zeiträume, in denen es kaum regnet.

Es geht dabei nicht nur um das Trinkwasser, sondern vor allem um den Schutz des Grundwassers. Wenn es lange nicht regnet, die Temperaturen steigen und gleichzeitig viel Wasser für Gärten, die Industrie oder die Landwirtschaft entnommen wird, sinken die Pegel im Boden. Das kann die Natur und die Ökosysteme stark belasten.

Die Lage in Deutschland ist laut einer Studie des Instituts für sozial-ökologische Forschung ernst. In etwa der Hälfte aller Landkreise gibt es Probleme mit dem Grundwasser. In 141 Kreisen wird sogar mehr Wasser entnommen, als natürlich nachfließen kann. Besonders schlimm war es im Hitzesommer 2023, als mehr als 80 Landkreise die Wasserentnahme einschränken mussten.

Zudem gibt es Probleme mit der Qualität. Schadstoffe wie Nitrat oder Medikamentenreste sowie sogenannte „Ewigkeitschemikalien“ (PFAS) belasten das Wasser. Da oft nicht genau bekannt ist, wer wie viel Grundwasser nutzt, steigen auch die Konflikte darüber.

Die Gemeinde gibt praktische Tipps, wie jeder im Alltag helfen kann. Im Haus helfen Sparduschköpfe, das abstellen des Wassers beim Zähneputzen und die Nutzung von Eco-Programmen bei Wasch- und Spülmaschinen. Auch die Spül-Stopp-Taste am Klo spart deutlich Wasser.

Im Garten ist Regenwasser aus Tonnen oder Zisternen die beste Wahl. Gegossen werden sollte nur morgens oder abends, damit das Wasser nicht sofort verdunstet. Mulch aus Rinde oder Rasenschnitt hält die Feuchtigkeit länger im Boden. Wer statt Rasen lieber heimische Stauden oder Bäume pflanzt, hilft der Natur zusätzlich, da diese besser mit Trockenheit klarkommen.

Interessant ist, dass die Deutschen insgesamt schon sparsamer geworden sind. Im Schnitt verbraucht eine Person heute noch 121 Liter Wasser pro Tag. Das sind 23 Liter weniger als noch im Jahr 1991. Den größten Teil davon verbrauchen wir für die Körperpflege und die Toilettenspülung.

Quelle: Feldkirchen-Westerham – zur Originalmeldung

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