Explosion in Augsburg: Hauptbahnhof komplett gesperrt
Es war kurz nach drei Uhr morgens am Mittwoch, als es in der Bahnhofstraße in Augsburg (Bayern) plötzlich krachte. Ein bislang unbekannter Gegenstand explodierte in einer Passage. Die Wucht des Knalls war so stark, dass mehrere Schaufenster in der Umgebung zersprangen. Betroffen waren unter anderem ein Juwelier, eine Bank, eine Drogerie und ein Verkehrsbüro. Die Fassaden der Gebäude wurden beschädigt.
Bei dem Vorfall wurden zwei Jugendliche verletzt. Die 17- und 18-Jährige aus der Ukraine erlitten ein Knalltrauma, wurden aber nur leicht verletzt.
Nach der Explosion begann eine riesige Suchaktion. Insgesamt waren zeitweise rund 200 Einsatzkräfte im Einsatz. Neben der örtlichen Polizei halfen die Bereitschaftspolizei, die Bundespolizei und Spezialisten vom Bayerischen Landeskriminalamt.
Die Situation spitzte sich am Vormittag gegen 8:30 Uhr zu. Im Tunnel des Hauptbahnhofs fanden die Beamten einen weiteren verdächtigen Gegenstand. Aus Sicherheitsgründen wurde sofort der gesamte Bahnhof gesperrt und alle Züge blieben stehen. Erst als ein Sprengstoffspürhund und Experten des LKA prüfen konnten, dass von dem Fund keine Gefahr ausging, wurde die Sperre gegen 10:00 Uhr wieder aufgehoben.
Wie es zu der Explosion kam und was genau detoniert ist, ist noch völlig unklar. Auch wie hoch der finanzielle Schaden an den Geschäften ist, wissen die Ermittler momentan noch nicht.
Die Kriminalpolizei Augsburg sucht weiter nach Hinweisen. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Nord – zur Originalmeldung