Zum Inhalt springen
newssofort.de

Experten diskutieren über die Zukunft der Almen im Isarwinkel

Copyright und Urheber siehe Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Knapp 30 Fachleute aus Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus haben sich zwei Tage lang im Isarwinkel getroffen. Es ging darum, wie man die Almen trotz Klimawandel und Massentourismus retten kann.

Am 19. und 20. Juni fand im Isarwinkel (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Oberbayern) ein spezieller Alm-Lehrgang statt. Die Internationale Alpenschutzkommission Deutschland (CIPRA) und die Gebietsbetreuung Alpenraum des Landkreises hatten die Veranstaltung organisiert. Rund 30 Experten aus verschiedenen Bereichen nahmen teil, um gemeinsam Lösungen für den Erhalt der Almen zu finden.

Die Gruppe besuchte die Schronbach-, Stie- und Strasser Alm in der Gemeinde Lenggries. Dabei wurde deutlich, dass Almen nicht nur schöne Ausflugsziele für Wanderer sind. Sie sind wichtige Lebensräume für viele Tiere und Pflanzen und bilden die Grundlage für die lokale Landwirtschaft. Damit diese Flächen nicht zuwachsen, müssen sie richtig bewirtschaftet werden.

Auf der Schronbach Alm zeigten Sebastian und Uschi Bauer zusammen mit dem Hirten Tom Lorscheter, wie ein modernes Beweidungskonzept mit einem Koppelungssystem funktioniert. Der Biologe Albert Lang erklärte den Teilnehmern, wie eng die verschiedenen Arten im Ökosystem vernetzt sind. Zudem gab es Infos von Susanne Krapfl über rechtliche Rahmenbedingungen und Fördermittel sowie von Brigitte Meier über die Probleme, die der Strukturwandel und das Klima für die Betriebe mit sich bringen.

Ein wichtiger Teil des Lehrgangs befasste sich mit dem Tourismus. Landrat Ludwig Schmid eröffnete die Vorträge zu diesem Thema. Dr. Andreas Wüstefeld stellte die Kampagne „Naturschutz beginnt mit dir“ vor, während Antonia Asenstorfer über die Rolle der Brauneck-Bergbahn sprach. Christine Busch von der CIPRA Deutschland erläuterte die Arbeit für einen nachhaltigen Schutz der Alpen.

Am zweiten Tag ging es in das Gebiet Brauneck. Auf der Strasser Alm erklärten Hans Müller und Georg Mair, dass man für eine erfolgreiche Almwirtschaft viel Fachwissen und robuste Tiere braucht. Ein großes Problem ist derzeit, dass immer mehr kleine Bauernhöfe aufgeben. Dadurch fehlt es an geeignetem Vieh für den Almauftrieb. Gleichzeitig wird der Platz auf den Almen immer knapper, weil mehr Menschen dort wandern, mit dem Mountainbike fahren oder Gleitschirmfliegen.

Weitere Beiträge kamen von Prof. Jörg Ewald, Bernd Panassiti und Margret Hütt, die die geologischen Besonderheiten des Isarwinkels beschrieb.

Das Ergebnis des Treffens ist klar: Die Almen können nur überleben, wenn Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus Hand in Hand arbeiten. Nur durch gegenseitige Rücksicht und eine nachhaltige Nutzung bleibt die Landschaft erhalten.

Quelle: Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen

Alle ansehen