EU-Kommissar besucht Bremen und Projekt in Walle
Der EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziale Rechte, Nicolas Schmit, war am 27. Juni in Bremen ( Freie Hansestadt Bremen) zu Gast. Der Anlass für seinen Besuch war das große Jubiläum der Arbeitnehmerkammer, die seit 100 Jahren existiert. Als Ehrengast nahm er am Festakt in der Oberen Rathaushalle teil.
Bevor es zum offiziellen Fest ging, besuchte der Kommissar den Stadtteil Walle. Dort schaute er sich die Waller Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (WaBeQ) an. In diesem Projekt bekommen Menschen Hilfe, um wieder einen Job zu finden. Das gilt vor allem für Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund, junge Leute oder Menschen, die schon lange arbeitslos sind. Auch der Ausbildungsverbund Bremen arbeitet mit der WaBeQ zusammen, um Jugendlichen den Weg in eine Lehre zu ebnen.
Finanziert wird die Arbeit in Walle durch Geld aus dem Europäischen Sozialfonds, vom Bund und vom Land. Kommissar Schmit lobte das Projekt und betonte, dass jeder Mensch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt verdient – manchmal auch eine zweite.
Später traf sich Schmit im Rathaus mit Bürgermeisterin Maike Schaefer und Staatsrat Kai Stührenberg. Er trug sich dort in das Goldene Buch der Stadt ein. In dem Gespräch ging es vor allem um den Strukturwandel in Bremen. Bürgermeisterin Schaefer erklärte, dass Walle mit seinen Häfen und Werften genau zeige, wie sehr sich die Arbeitswelt verändert hat und dass Geld aus Brüssel bei diesem Wandel wichtig sei.
Staatsrat Stührenberg lobte zudem den Einsatz des Kommissars für Themen wie den Mindestlohn und soziale Gerechtigkeit. Sozialsenatorin Anja Stahmann konnte beim Termin in Walle nicht dabei sein, da sie kurzfristig an Corona erkrankt war.
Weitere Details zu den Gesprächen liegen bislang nicht vor.