Essen: Aggressiver Mann im Hauptbahnhof festgenommen
Am Morgen des 25. Juli ging es im Hauptbahnhof Essen (Nordrhein-Westfalen) laut zu. Gegen 6:50 Uhr gerieten ein 29-jähriger Mann und Sicherheitsleute der Deutschen Bahn in einen heftigen Streit. Aus dem Wortgefecht wurde schnell eine körperliche Auseinandersetzung.
Als die Streife der Bundespolizei eintraf, hatten die Sicherheitsleute den Mann bereits am Boden fixiert. Doch der Essener gab nicht auf. Er war extrem aggressiv und beschimpfte die Beamten. Deshalb legten die Polizisten ihm Handschellen an und brachten ihn auf die Dienststelle.
Auch auf dem Weg zur Wache und dort im Gebäude blieb der Mann nicht ruhig. Er provozierte die Beamten und beleidigte sie immer wieder. Während einer Durchsuchung behauptete er lautstark in die Kamera einer Bodycam, die Polizisten hätten ihn geschlagen und ausgeraubt. Die Beamten konnten dies jedoch leicht widerlegen, da die Kamera den gesamten Einsatz ohne Unterbrechung gefilmt hatte.
Zudem versuchte der Mann, die Festnahme zu behindern, indem er nach den Fingern eines Polizisten griff. Sein Verhalten war sprunghaft und gewalttätig. Er schlug unkontrolliert mit dem Kopf um sich und forderte die Polizisten sogar auf, ihn zu schlagen.
Plötzlich gab der Mann an, gesundheitliche Probleme zu haben. Die Beamten ließen deshalb sofort einen Notarzt und einen Rettungswagen kommen. Erst als die Mediziner eintrafen, beruhigte sich der Mann. Der Notarzt untersuchte ihn, stellte aber fest, dass er nicht ins Krankenhaus musste.
Die Bundespolizei hat nun ein Ermittlungsverfahren gegen den 29-Jährigen eingeleitet. Er muss sich wegen Bedrohung, Beleidigung, Widerstand gegen Beamte und falscher Verdächtigung verantworten. Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, entließen die Beamten den Mann mit einem Platzverweis von der Dienststelle.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung