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Eschwege: Betrüger flieht kurz vor Bankkarten-Diebstahl

Eine Rentnerin in Oberdünzebach wurde mit einer Masche der falschen Bankmitarbeiter überrumpelt. Im letzten Moment scheiterte der Raub an der Haustür.

Am Montagnachmittag gegen 14:15 Uhr klingelte es bei einer Rentnerin im Eschweger (Werra-Meißner-Kreis) Stadtteil Oberdünzebach auf dem Festnetztelefon. Eine Frau am anderen Ende der Leitung gab vor, von der Hausbank der Seniorin zu sein. Sie erzählte der Frau, dass eine Abbuchung über mehrere tausend Euro anstehe. Um dieses Geld zu retten, müsse die Bankkarte abgeholt und überprüft werden.

Die Frau am Telefon klang glaubwürdig und machte die Rentnerin so nervös, dass diese ihr sogar die geheime PIN der Karte verriet. Kurz darauf, gegen 15 Uhr, klingelte es tatsächlich an der Haustür der Frau, die unweit der Hauptstraße wohnt. Vor der Tür stand ein Mann, der sich als Bankmitarbeiter ausgab.

Doch dann passierte etwas Seltsames: Bevor der Mann die Bankkarte entgegennehmen konnte, drehte er sich plötzlich um. Aus einem Grund, den niemand kennt, rannte er einfach davon, ohne die Karte mitzunehmen.

Der Verdächtige ist etwa 40 Jahre alt und rund 1,70 Meter groß. Er hat einen dunkleren Hautteint und kurze, braune Locken. Die Polizei suchte den Bereich sofort ab, konnte den Mann aber nicht mehr finden.

Die Kriminalpolizei Eschwege sucht nun nach Zeugen. Wer den Mann, andere verdächtige Menschen oder auffällige Autos gesehen hat, soll sich unter der Telefonnummer 05651-9250 melden. Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Eschwege – zur Originalmeldung

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