Erfurt testet neue Rad-Symbole im Möbisburger Weg
Im Möbisburger Weg in Erfurt (Thüringen) gibt es ab sofort eine sogenannte Piktogrammkette. Das sind einfache Rad-Symbole, die direkt auf die Fahrbahn gemalt wurden. Die Markierungen befinden sich im Abschnitt zwischen dem Bahnweg und der Molsdorfer Straße und sind in beide Fahrtrichtungen zu sehen.
Der Grund für den Test ist ein dauerendes Problem vor Ort: Zwischen Möbisburg und Bischleben-Stedten verlaufen zwei wichtige Fernradwege, die Thüringer Städtekette und der Gera-Radweg. Beide nutzen die Fahrbahn des Möbisburger Weges. Da es dort kaum Häuser gibt, fahren viele Autofahrer oft zu schnell. Gleichzeitig ist die Straße sehr eng, weil auf der einen Seite die Gera fließt und auf der anderen Seite Privatgrundstücke liegen.
Das führt zu Ärger im Alltag. Weil es keinen eigenen Radweg gibt, weichen viele Radfahrer – oft Leute, die sich in der Gegend nicht auskennen – auf den schmalen Gehweg zwischen Gerabrücke und Bahnweg aus. Dort kommt es dann zum Streit mit den Fußgängern.
Ein kompletter Umbau der Straße ist nicht geplant, da die Stadt Erfurt das Geld dafür mittelfristig nicht aufbringen kann. Deshalb hofft die Verwaltung nun, dass die Symbole auf dem Asphalt die Autofahrer und Radfahrer dazu bringen, mehr aufeinander zu achten.
Matthias Bärwolff, der Beigeordnete für Bau, Verkehr und Umwelt, erklärte, dass dies ein neues Instrument im Stadtgebiet sei. Die Stadt will nun genau beobachten, ob die Markierungen wirklich helfen. Wenn der Test erfolgreich ist, könnten solche Piktogramme auch an anderen Straßen in Erfurt eingesetzt werden. Die Entscheidung basiert unter anderem auf Forschungsergebnissen der Universitäten aus Wuppertal und Dresden.
Wer Fragen zu dem Projekt hat, kann eine E-Mail an [email protected] schreiben.
Quelle: Erfurt – zur Originalmeldung