Erfurt: Schwerer Unfall durch verbotenes Wenden
Es war gegen 2 Uhr nachts, als eine 78-jährige Frau mit ihrem Dacia und einem Anhänger auf der Bundesstraße bei Erfurt (Thüringen) unterwegs war. Sie befand sich auf dem Stück zwischen der Anschlussstelle Roter Berg und der Autobahnauffahrt.
Im Bereich der 120er-Zone koppelte die Frau ihren Anhänger ab. Dann versuchte sie, ihr Auto direkt auf der Fahrbahn zu wenden. Das Problem dabei: Die Fahrtrichtungen waren baulich voneinander getrennt, ein solches Manöver war dort also verboten.
Ein Fahrer in einem Transporter kam der Frau entgegen. Er bemerkte die Situation zu spät und konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Die beiden Fahrzeuge krachten zusammen. Bei dem Unfall wurden sowohl die Seniorin als auch der Fahrer des Transporters verletzt.
Die Autos waren stark beschädigt. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf über 40.000 Euro. Die Beamten nahmen der 78-Jährigen direkt vor Ort den Führerschein weg.
Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern noch an. Ob und inwieweit sich die Fahrerin strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Landespolizeiinspektion Erfurt – zur Originalmeldung