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Erfurt: Glasfaser-Ausbau in fünf Ortsteilen gestoppt

Copyright und Urheber siehe Erfurt

Die Thüringer Netkom zieht ihre Pläne für das schnelle Internet zurück. Betroffen sind fünf Ortsteile, in denen nun erst einmal nichts passiert.

In fünf Ortsteilen von Erfurt (Thüringen) wird es vorerst kein schnelles Internet durch die Thüringer Netkom geben. Das Unternehmen streicht den geplanten Glasfaserausbau in Ermstedt, Frienstedt, Gottstedt, Schaderode und Töttelstädt komplett.

Eigentlich sah der Plan so aus: Die Firma wollte im Mai 2023 eine Vereinbarung mit der Stadt unterschreiben und das Netz auf eigene Rechnung bauen. Ohne staatliche Gelder sollten rund 4,4 Millionen Euro investiert werden. Doch nun zieht sich die Firma aus dem Projekt zurück. Alle Planungen und Marketing-Aktionen werden sofort gestoppt.

Der Grund dafür ist schlichtweg das Geld. Die Kosten für die Bauarbeiten, das Material und die Energie sind so stark gestiegen, dass sich das Vorhaben nicht mehr rechnet. Auch die Zinsen für die Finanzierung spielen eine Rolle. In Frienstedt kam ein weiteres Problem hinzu: Dort plant ein anderer Anbieter ebenfalls ein Netz. Ein Doppelausbau wäre unnötig gewesen, weshalb Frienstedt aus der Rechnung gestrichen wurde. Damit brach die Kalkulation für das gesamte Projekt zusammen.

Die Stadt Erfurt bedauert die Entscheidung, sucht aber bereits nach einer Lösung. Das Amt für Wirtschaftsförderung prüft nun, ob man doch Fördermittel beantragen kann, um das Projekt zu retten. Erste Gespräche mit den Geldgebern laufen bereits, und es gibt erste positive Signale.

Ob und wann das schnelle Internet nun doch in die Ortsteile kommt, ist noch offen. Die Stadt wird informieren, sobald es konkrete Neuigkeiten zum weiteren Vorgehen gibt.

Quelle: Erfurt – zur Originalmeldung

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