Erfurt: Film über Motorradtour nach New York
Fünf Künstler aus Deutschland haben sich im September 2014 ein extrem Ziel gesetzt: Sie wollten nach New York City. Gefahren sind sie nicht mit einem modernen Auto, sondern mit vier alten russischen Ural-Motorrädern inklusive Beiwagen. Die Reise war hart, es gab viele Pannen und insgesamt 43.000 Kilometer auf dem Tacho. Nach zweieinhalb Jahren kamen sie endlich an.
Diese Erlebnisse sind im Dokumentarfilm „972 Breakdowns. Auf dem Landweg nach New York!“ festgehalten. Der Film wird am Mittwoch, den 19. August, um 18:30 Uhr in der Kunsthalle Erfurt (Thüringen) gezeigt. Wer Lust hat, kann danach noch mit der Künstlerin Elisabeth Oertel sprechen. Der Eintritt für den Abend ist kostenlos.
Die Filmvorführung gehört zum Programm der Ausstellung „StipVisite“. Dort zeigen die beiden Landesstipendiatinnen für Bildende Kunst 2025, Elisabeth Oertel und Susanna Hanna, ihre Arbeiten. Elisabeth Oertel hat sich in ihrem Projekt „Archiv der Probleme“ mit den Menschen aus dem Landkreis Greiz beschäftigt. Sie hat Interviews geführt und Fragebögen genutzt. Das Ergebnis ist eine große Installation im Renaissancesaal der Kunsthalle mit Teppichen, Objekten und Textfahnen, die zeigen, wovor die Leute in ihrer Heimat Angst haben oder worauf sie hoffen.
Die Künstlerin Susanna Hanna hat sich hingegen ein Jahr lang mit dem ehemaligen innerdeutschen Grenzgebiet und dem Grünen Band beschäftigt. Sie zeigt, welche Spuren die Geschichte in der Natur hinterlassen hat.
Die gesamte Ausstellung endet am Sonntag, den 23. August. Zum Abschluss gibt es um 16:00 Uhr eine letzte Führung durch die Werke von Susanna Hanna in ihrer Ausstellung „land in between“.
Das Thüringer Landesstipendium wird bereits seit 1997 jedes Jahr an zwei freiberufliche Künstler aus Thüringen vergeben. Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden dann im nächsten Jahr in der „StipVisite“ präsentiert.
Quelle: Erfurt – zur Originalmeldung